Lodernde Feuer erwarteten sie, die eine düster-romantische Kulisse bildeten für das Martinsspiel der Jungen Gemeinde.
Hoch zu Ross mit Panzer, Schwert und Helm zog St. Martin begleitet von Soldaten ein. Der römische Ritter und Hauptmann wollte nicht mehr kämpfen, wurde Christ und später Bischof und am 11. November 397 in Candes bei Tours zu Grabe getragen.
Für die Kinder wurde nach dem Singen des Martinsliedes die bekanntesten Geschichten des Heiligen mehrerer Länder und Berufsstände gespielt. Als ihn ein Bettler um Hilfe anflehte, teilte er mit dem Schwert seinen Mantel und schenkte dem armen Mann eine Hälfte.
Hinter dem Martin zu Pferde zog der lange Umzug durch die Puschkinpromenade zur Oberkirche. Dort streichelten viele Kinder das Pferd, bevor im Gotteshaus auf die Notwendigkeit des Teilens eingegangen und für an Aids erkrankte Jugendliche in Mosambik gesammelt wurde. Gern wurden dann 600 gespendeten Martinshörnchen verzehrt.