ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:01 Uhr

Ministerin verspricht: Neues Landesmuseum wird kein Sparmodell

Ministerin Martina Münch nach der Unterzeichnung der Museumsfusion in Cottbus
Ministerin Martina Münch nach der Unterzeichnung der Museumsfusion in Cottbus FOTO: Michael Helbig (Michael Helbig)
Cottbus/Frankfurt(Oder). Zwei Städte, zwei Sammlungen, zwei Festakte – ein Museum an zwei Standorten. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst ist am Samstag feierlich in Cottbus und Frankfurt (Oder) gegründet worden. Ida Kretschmar

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk dkw Cottbus und das Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) schlüpfen gemeinsam unter das Dach der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder). "Zusammen präsentieren sie mit 35 000 Kunstwerken eine einzigartige Sammlung vorrangig ostdeutscher Kunst", hob die Brandenburgische Kulturministerin Martina Münch hervor.

Eingeleitet wurde die Fusionsfeier für das neue Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLmK) am Samstagmorgen mit der "Brandenburg-Hymne". Mitglieder des Staatstheaters Cottbus sorgten im Dieselkraftwerk mit dem Brandenburgischen Konzert No. 3 von Johann Sebastian Bach für einen schwungvollen Start.

Kulturministerin Martina Münch, Berndt Weise von der Cottbuser Stadtverwaltung, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, Martin Roeder, und Ulrike Kremeier, Direktorin des Landesmuseums, waren sich einig: "Mit diesem 1. Juli beginnt eine neue Ära in der Präsentation moderner Kunst". Besiegelt wurde das mit einem Finanzierungsabkommen, das in beiden Städten unterzeichnet wurde. "Es ist kein Sparmodell", versicherte Ministerin Münch. Ab 2018 werde es 1,3 Millionen Euro für das Landesmuseum vom Land geben. Dazu kommen erhebliche Zuschüsse von den Städten. Mehr als 450 000 Euro werden allein vom Land zusätzlich zur Verfügung stehen.

In einem bunten Rahmenprogramm zeigte im Cottbuser Amtsteich das Kanuballett von Katrin und Hans-Georg Wagner "Szenen einer Ehe". Artisten, Feuerschlucker, Jongleure, Stelzenläufer und Zirkusvolk eröffneten vor dem Dieselkraftwerk den circus maximus(eum), angelehnt an die aktuelle Ausstellung "Zirkuszauber". Passend zur Fusion wurden am Vorabend auch die Ausstellungen "Blütezeiten" und "Paukenschlag der Moderne" eröffnet. In Frankfurt stand in der Rathaushalle eine Exkursion in die Sound-Subkultur auf dem Programm sowie Filme von Cornelia Schleime, korresponierend zur Ausstellung Malstrom 2, die dort zu sehen ist.