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Millionenspritze für die soziale Stadt

Der Außenbereich des SandowKahn ist wie einige andere Jugendeinrichtungen mit Fördergeld-Hilfe gestaltet worden.
Der Außenbereich des SandowKahn ist wie einige andere Jugendeinrichtungen mit Fördergeld-Hilfe gestaltet worden. FOTO: mih1
Cottbus. Rund achteinhalb Millionen Euro für Sachsendorf-Madlow, gut vier Millionen Euro für Sandow und eine Million Euro für Neu-Schmellwitz. Insgesamt hat Cottbus seit dem Jahr 2000 rund 14 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Soziale Stadt des Landes erhalten. Sven Hering

Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten Jürgen Maresch (Linke) hervor.

Mit dem Geld wurden Schulen und Sporthallen saniert oder Sportanlagen hergerichtet. Kitas und Jugendzentren haben ebenfalls profitiert. Stadtteilmanagement und Freiwilligenagentur stehen auf der Fördergeldliste, das Planetarium ebenso.

Allerdings sind die eingemeindeten Ortsteile bei der Fördermittelvergabe leer ausgegangen. Der Einsatz von Städtebaufördermitteln sei nur innerhalb festgelegter Gebietskulissen möglich, heißt es in der Antwort. Das bedauert Jürgen Maresch. "Es ist kein Geheimnis, dass die eingemeindeten Stadtteile mit der eher geringen Summe, die von der Stadt Cottbus zur Verfügung gestellt wird, kaum umgehen können, weil es definitiv zu wenig Geld ist", sagt er. "Insoweit ist das starre Korsett an sich durchaus ein Hemmnis". Die verteilte Summe sei zwar ansehnlich. "Vielleicht sollte man aber tatsächlich eine andere Gewichtung vornehmen", schlägt Maresch vor. So wünscht sich der Landtagsabgeordnete, dass Schmellwitz mit einer größeren Summe bedacht wird.

Die Stadtverwaltung wird sich um weiteres Geld aus diesem Fördertopf bemühen. Das hat die Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD) in dieser Woche während einer Veranstaltung zur Zukunft des Stadtteils Sandow angekündigt.