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Millionen für den Branitzer Park

Cottbus. Der Branitzer Park wird noch mehr Original – also so, wie Fürst Pückler ihn einst erdachte und erschuf. Venusbeet, Rehgarten und der Eingang an der Pücklerallee werden wiederhergestellt. Peggy Kompalla

2,8 Millionen Euro stehen dafür in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung. Möglich macht das die enge Partnerschaft mit Zielona Góra (Grünberg). Durch einen gemeinsamen Förderantrag für das europäische Interreg-Programm erhält die polnische Partnerstadt zeitgleich 2,7 Millionen Euro für die Sanierung von Schloss und Park Zatonie (Günthersdorf).

1 - Das Venusbeet am Schlosseingang soll wieder in seiner vollen Pracht erstrahlen. Derzeit steht die Venus Italica einsam auf einer Säule. Einst war sie umringt von kleineren Skulpturen und Kandelabern. Mandy Hackel erklärt: "Dafür sind Rekonstruktionen nötig, denn die Skulpturen sind nur teilweise als Abguss im Besitz der Stiftung." Deshalb seien noch weitere Forschungen nötig, erklärt die Projektmanagerin aus dem Rathaus. Bei gartenarchäologischen Untersuchungen wurde die originale Beet-Begrenzung gefunden. "Es laufen auch Planungen für eine temporäre Beleuchtung."

2 - Der Rehgarten mit Hardenbergplatz soll wiederhergestellt werden. Dort hielt Pückler einst zahme Rehe. Die sollen zwar nicht zurückkehren, dafür aber wieder die archäologisch nachgewiesenen Wege. Dazu wird auch ein Graben freigelegt und werden Brücken gebaut. "Der Rehgarten ist ein Wäldchen, das Schloss und Schlossgärtnerei verbindet, der derzeit gar nicht richtig wahrgenommen wird", sagt Mandy Hackel.

3 - Der Eingang von der Pücklerallee in der Branitzer Siedlung wird aufgewertet. "Dabei ist es das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr besser einzubinden", sagt die Projektmanagerin. Die Haltestelle an der Hauptstraße wird mit Geh- und Radwegen zur Pücklerallee ordentlich angebunden. "Der Eingang soll nicht mehr wie eine Feuerwehr-Zufahrt aussehen."

4 - Im Innenpark werden zahlreiche Wege ausgebessert - inklusive der Entwässerung. "Dabei handelt es sich allein um einen Umfang von rund einer Million Euro."

Darüber hinaus ist eine gemeinsame Vermarktung der Parks in Branitz und Zatonie geplant.

Derweil ist noch unklar, wann das Loch im Tumulus repariert wird. Stadtsprecher Jan Gloßmann erklärt: "Es sind noch nicht alle Untersuchungen abgeschlossen." Deshalb sei der Schaden noch nicht bezifferbar und auch unklar, wann die Reparatur erfolgen wird. Tumulus und See waren ebenfalls über das Interreg-Programm vor anderthalb Jahren für 1,7 Millionen Euro saniert worden. Jan Gloßmann versichert: "Die Stelle ist so gesichert, dass keine weiteren Schäden entstehen."