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Methodenvielfalt statt purer Wissensvermittlung

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Cottbus. Was ist eigentlich Allgemeinwissen und Grundwissen? Wie wird Wissen heute vermittelt? Was bedeutet es überhaupt, gebildet zu sein? Diese und weitere Fragen zum Themenkomplex Wissen stellt sich eine Sonderveröffentlichung der RUNDSCHAU, die am Freitag erscheint. pb

Erfolgreiche Unterrichtsgestaltung erschöpft sich heutzutage längst nicht mehr in purer Wissensvermittlung, sondern verlangt von den Lehrern, Methodenvielfalt zu haben, ein großes pädagogisches Repertoire zu besitzen. "Wir wissen heute, dass jede Lerngruppe in der Schule eine sehr, sehr heterogene Gruppe ist und dass ein Kind aber nur gut lernen kann, wenn an das angeknüpft wird an das, was in seinem Gehirn an Struktur schon vorhanden ist."

Dies erklärt Irene Hoppe, Referentin für die Schulanfangsphase beim Landesinstitut für Schule und Medien Berlin- Brandenburg, im Gespräch mit der RUNDSCHAU. "Und daher wissen wir, dass das eine Angebot für alle Kinder kein erfolgreicher Unterricht sein kann. Sondern dass wir bei jedem Kind an seinem Wissen, an seinem Können, an seinen Fertigkeiten anknüpfen müssen", so Irene Hoppe.

Gerade bei Schulanfängern sei es wichtig, die Lernfreude aufrecht zu erhalten, setzt die Referentin fort. "Das klappt natürlich besser durch viel positive Rückmeldung. Indem man an den Stärken des Kindes ansetzt und nicht dem Kind gleich Enttäuschungen zukommen lässt, indem man sich darauf fokussiert, was das Kind alles noch nicht kann." Deshalb sei es als gleitender Übergang von der Kita in die Schule "sehr empfehlenswert, nicht am Anfang gleich Noten zu geben."