Der Anwalt des Opfers wirft den Angeklagten vor, 2011 als damalige Mitglieder eines Rockerclubs den 16-Jährigen in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) lebensgefährlich verletzt zu haben, weil sie ihn irrtümlich für ein Mitglied eines befeindeten Rockerclubs hielten. Der heute 19-Jährige überlebte nur durch eine Notoperation. Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen zwischen sieben Jahren und neun Monaten und zwölf Jahren.

Der Verteidiger führte hingegen aus, dass sein Mandant in der Tatnacht zwar mit Bekannten in Königs Wusterhausen gewesen sei, um als Rockerclub Präsenz zu zeigen - er aber nach dem Konsum von Kokain nach Hause gefahren sei. Der Anwalt äußerte zudem große Zweifel an mehreren Zeugenaussagen. Der Prozess am Landgericht läuft seit knapp zwei Jahren.