Andererseits ging es darum, dass in unserem kleinen Dorf auch mal wieder was los ist, wie man so schön sagt", so Franziska Schubert, die zudem einige ihrer Exponate an interessierte Gäste abgab. Ehemann Martin freute sich über das Engagement einiger Leute, die dafür gesorgt hatten, dass der Markt ein voller Erfolg wurde: "Von den Gastwirtsleuten Elke und Peter Jenner, auf deren privatem Gelände wir den Markt abgehalten haben, wurden wir bestens unterstützt. Dazu hat unser Fleischer ein paar Würste auf den Grill gelegt, Backwaren konnten wir auch anbieten, sodass es für die Gäste ein unterhaltsamer Tag wurde, der dann am Abend mit dem Lampionumzug ein doch recht zünftiges und stimmungsvolles Ende gefunden hat. Die Kinder waren begeistert."

Petra Schulze, eine Sielowerin, die in Merzdorf ihre Kinderzeit verbrachte, war angetan von der Premiere. Sie stellte zufrieden fest, dass es doch eine gute Idee ist, neben dem alljährlichen Sportfest auch noch einen anderen Termin in Merzdorf zu haben, an dem man gern in der alten Heimat vorbeischaut. "Es wäre wirklich schön, wenn sich dieser Markt hier in Merzdorf zur Tradition entwickeln würde", fügte sie noch an, bevor sie ihren Enkel auf der Hüpfburg wieder in Empfang nahm. Gina Kadoke versuchte sich unterdessen erstmals an einer Töpferscheibe. "So einfach ist das wirklich nicht, unten mit dem Fuß die Scheibe anzutreiben und oben mit den Fingern noch etwas Gescheites zu formen", sagte die 13-Jährige aus Dissenchen.

Bunt war die Palette der ausgestellten Töpferarbeiten. Zwei Jahre lang hat Franziska Schubert, die tagsüber als Ergotherapeutin tätig ist, an ihren Ausstellungsstücken gearbeitet. "Am meisten zeigten sich die Besucher interessiert an den Räucherschalen, den Zaunhühnern und an den außergewöhnlichen Lampenschirmen, die ich gefertigt habe. Das Interesse der Leute entschädigt heute wirklich für die vielen Stunden und manch kleinen Misserfolg, der sich schon einstellt, wenn beispielsweise beim Brennen mal was schiefgeht", erzählte die Hobby-Künstlerin.

Sie will bald auch wieder im Kindergarten "Merzdorfer Gartenzwerge" ihre Handwerkskunst zeigen. Steffi Attula, die dort als Erzieherin arbeitet, berichtete von aufmerksamen Kindern, "die bei Franzis Erstbesuch alles rund ums Töpfern wissen wollten und selbst angefangen haben, Ton zu kneten und zu formen".