ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:12 Uhr

Cottbus
Stadtwald Merzdorf unter der Lupe

Cottbus. Nach den Irritationen um die Pflegearbeiten verspricht die Stadt Kontrollen.

Die Stadt Cottbus will nach den Arbeiten im Merzdorfer Stadtwald den Erfolg der Pflege jährlich überprüfen. Das erklärte Umweltamtsleiter Stephan Böttcher während des jüngsten Umweltausschusses. „Sollte der Aufwuchs nicht so stattfinden, wie wir das erwarten, dann müssen wir in dem Bereich aufforsten“, sagte er und ergänzte: „Es geht nicht ohne Eingriff, um einem 80 Jahre alten Stadtwald mehr Leben einzuhauchen.“ Nach der heftigen Kritik aus dem Stadtteil und der Berichterstattung darüber hätten sich mehrere Forstwirte aus der Region die Arbeiten vor Ort angesehen. „Sie konnten kein Fehlverhalten feststellen“, sagte Böttcher.

Nichtsdestotrotz ziehe das Umweltamt Konsequenzen. „Künftig soll kleinere Technik eingesetzt werden. Diesen Hinweis haben wir aufgenommen“, so der Amtsleiter. Darüber hinaus werde die Behörde die Kommunikation verbessern. Sprich: Bei geplanten Waldpflegearbeiten sollen die betroffenen Ortsteile und der Naturschutzbeirat vorab informiert werden.

Die nächste Baustelle kündige sich bereits an: „In Sielow gibt es einen massiven Schädlingsbefall. Da müssen wir rein“, kündigte Stephan Böttcher an.

Die Waldarbeiten in der Hammergrabensiedlung haben im September 2017 begonnen und sollen noch bis  März andauern. Der Laubholzwald wird dabei laut Umweltamt erstmals nach 45 Jahren durchgeforstet. Ziel sei es, die Eichen freizustellen und der vorhandenen Naturverjüngung, genügend Licht und Freiraum zur Entwicklung zu geben. Laut der Behörde wurden maximal 15 Prozent des Bestandes entnommen. Das zweifeln Naturschützer an. Ihrer Ansicht nach ist der Eingriff erheblich größer.

(pk)