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"MenschenBilder" ab Montag in der Oberkirche

Cottbus. Das Schicksal geflüchteter Menschen steht im Mittelpunkt der Ausstellung "MenschenBilder", die am nächsten Montag, 25. September, um 17 Uhr in der Oberkirche St. Nikolai eröffnet wird. red/pos

Der Vorstand des Fördervereins Musica Sacra knüpft damit an das Benefizkonzert von 2015 zugunsten der Flüchtlingshilfe an. "Wir wollten im zweiten Schritt mehr als nur Geld sammeln. Wir wollten mit den geflüchteten Menschen ins Gespräch kommen, sie besser kennenlernen und wenn möglich verstehen und helfen", erklären die Ideengeber Wiebke Müller, Peter Wingrich und Gabi Grube.

Ein halbes Jahr lang besuchten sie die Sprech-Cafés und Flüchtlingstreffs der Stadt, führten Interviews und machten Fotos. Dabei wurden sie von fünf Schülern des evangelischen Gymnasiums und weiteren Kontaktgebern, Übersetzern und Helfern unterstützt.

Nicht alle Geflüchteten waren bereit, ihre Geschichte öffentlich zu machen, so die Ausstellungsorganisatoren. Einige seien traumatisiert und verängstigt. Aber es habe auch viele sehr offene Gespräche gegeben und das große Bedürfnis der Menschen, anderen von ihren Erlebnissen zu berichten.

Zunächst werden ab der kommenden Woche 15 Geschichten und Bilder afghanischer und syrischer Männer und Frauen öffentlich in der Oberkirche zu sehen sein. Die Ausstellung darf aber weiterwachsen und sei überdies als Wanderausstellung konzipiert, so die Organisatoren weiter.

Zur Ausstellungseröffnung am kommenden Montag, die innerhalb der interkulturellen Woche in Cottbus und zeitgleich mit dem Friedensgebet stattfindet, erklingt deutsche Orgel- und Chormusik im Kontrast mit Lyrik aus Afghanistan.

Während der Ausstellung werden Spendengelder für die Flüchtlingshilfe in Cottbus gesammelt.