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| 05:36 Uhr

Übrigens
Urlaub zu Hausein Cottbus

FOTO: LR / Sebastian Schubert
Während der Ferienzeit zu Hause zu sein, hat durchaus charmante Nebeneffekte. Zunächst muss man sich die Ost-, Nord- und Südseestrände nicht mit halb Europa teilen, das hat schon mal Vorteile. Spannend ist es aber auch, Touristen in der eigenen Stadt zu beobachten.

Wie die Amerikaner etwa, rund ein halbes Dutzend waren es, die am Donnerstag mit großen Augen über den Altmarkt gewandert sind und die alten Häuser mit ihren schicken Fassaden bewundert haben. Kein Wunder, sind da doch Angaben wie „Baujahr 1890“ in etwa so selten wie ein Diamant mitten auf der Hauptstraße. Oder die zwei Hessen, ein Ehepaar mittleren Alters, die gar nicht genug von dem altehrwürdigen Landgericht-Gebäude auf dem Gerichtsberg kriegen konnten. Zwei Mecklenburger standen erst kürzlich in der Schwanstraße und rätselten, auf welche Bäume sie da gerade blickten. Wintergrüne Eichen sind das, habe ich erklärt. Die dicken Bäuche sind Veredlungsstellen, an denen die Pflanzen aufgepropft wurden. Und plötzlich holt man selbst die Kamera raus, knipst und fühlt sich ein bisschen wie im Urlaub – und das zu Hause mitten in Cottbus. ⇥Daniel Schauff