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| 16:37 Uhr

Kommentar zur Silvester-Attacke
Es geht um Recht und Ordnung in Cottbus

 Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Nach der Stichwaffen-Attacke in Cottbus zu Silvester gibt es nun eine Rassismus-Debatte in der Stadt. Dabei gibt es Wichtigeres: Die Genesung des Opfers und Fortschritte bei den Ermittlungen zum Beispiel. Hohle Sprüche helfen jedenfalls nicht weiter. Von Oliver Haustein-Teßmer

Cottbus hat nach der Bluttat gegen einen 28-Jährigen zu Silvester eine Rassismus-Debatte. Dabei ist die wichtigste Frage: Wie geht es dem Opfer, das mit Stichverletzungen im Krankenhaus liegt? Hoffentlich bald besser.

Der Täter flüchtete. Die Polizei hat am Neujahrstag von einem Ausländer gesprochen. Einen Tag später vom Verdächtigen mit „südländischem Aussehen“. Die Polizei war also voreilig. Genaueres können die Ermittler erst mitteilen, wenn der Verdächtige gefasst ist.

Ist Stadtsprecher Jan Gloßmann zu weit gegangen? Ja, weil er sagte, dass der Täter gegebenenfalls „ein Ticket in die Heimat zu lösen“ habe. Ein hohler Spruch, und die Entscheidung über eine Abschiebung ist Sache der Justiz. In anderer Hinsicht: nein.

Es ist nicht rassistisch, Konflikte zwischen Ausländern und Deutschen anzusprechen. Und es gab ähnliche Gewalttaten in Cottbus. Also muss die Stadt schnell zur Ordnung rufen und für Sicherheit sorgen. Gut wäre es, wenn sich Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) jetzt dazu äußert.

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