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Übrigens
Schweigen in der Nachbarschaft

Übrigens. Juli, August, September – das sind die Monate, in denen man Nachbarn braucht. Zumindest dann, wenn man Besitzer eines Gartens ist. Andrea Hilscher

Wer je auf eigener Scholle Mohrrüben, Radieschen und Co angebaut hat, der weiß: Was einmal angefangen hat zu wachsen, das hört so schnell nicht wieder auf. Da werden aus den zarten Möhrchen kiloschwere Rüben, mit Zucchini kann man sich erschlagen und Kirschen oder Birnen mag niemand aus der Familie mehr sehen. Also ab damit zum Nachbarn. Über den Gartenzaun wird getauscht, was das Zeug hält. Nüsse gegen Äpfel, Kartoffeln gegen Petersilie. Nur in diesem Jahr herrscht Schweigen in der Nachbarschaft. Ernteausfall. Keine Äpfel am Baum, Obst ist Mangelware. Und die Nachbarn? Sieht man wohl erst im nächsten Sommer.