| 17:57 Uhr

Übrigens
Paahle Aale im Bier

Cottbus.

Ob denn im „Pahle Aale“ Fisch drin sei, fragte mein Sitznachbar am Tresen den Barmann nach einem Blick über die Getränkekarte. Eigentlich wollte er doch nur ein Bier bestellen. Der Wirt reagierte verdutzt und klärte den Gast anschließend auf. Bei dem hellen Gerstensaft handelt es sich um einen englischen Bierstil, der „Peil Eil“ ausgesprochen und „Pale Ale“ geschrieben wird. Eine anschließende Beschwerde über „neumodische“ Begriffe blieb nicht aus. Ich hingegen konnte mir ein Schmunzeln über die kuriose Vorstellung von geräuchertem Fisch im Braukessel nicht verkneifen. Aal im Bier. So ein Schwachsinn, dachte ich mir. Bei einem Blick auf das Etikett eines leckeren Stouts (sprich: Staut, obergäriges, dunkles Bier), das jüngst bei mir im Glas landete, holte mich die Realität ein. Zwar reihte sich nicht Aal in der Liste der Ingredienzien ein. Neben Wasser, Gerstenmalz, Hefe und Hopfen fand sich eine andere maritime Zutat in der Liste: Austern. So lange es schmeckt.