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| 22:49 Uhr

Kommentar
Hopfen und Malz verloren

Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: LR / Sebastian Schubert
Schade. Cottbus verliert sein Bier – das einzige echte Cottbuser Bier. Ja, es ist teuer. Zwei bis drei Euro für eine kleine Flasche. Aber es ist Bier aus der Stadt – auf den Markt gebracht von einem Bierbrauer, der für seine Pläne an die andere Seite von Deutschland gezogen und gescheitert ist. Von Daniel Schauff

Woran liegt’s?

Bier hat traditionell eine enge Beziehung zu dem Ort, an dem es gebraut wird. Nicht umsonst sind Letztere meist Namensgeber für den Gerstensaft. Kölsch, Alt, Weißbier sind untrennbar mit Regionen der Republik verbunden. In Cottbus hat das nicht funktioniert. Bierbrauer Olaf Wirths sagt, er habe die Bindung der Lausitzer zu regionalen Produkten überschätzt. Wie groß beides ist, lässt sich nur schwer prüfen.

Hätte er sein Bier für einen Euro angeboten, hätte Wirths die Brauanlage nicht nach gerade einmal eineinhalb Jahren wieder abstellen müssen. Dann hätte er sie aber auch gar nicht erst anstellen können, denn regionale Produkte von kleinen Erzeugern sind naturgemäß teurer. Für den Extra-Euro gab’s aber immerhin ein Bier von hier. daniel.schauff@lr-online.de