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Verkehrsunfälle
Bittere Wahrheiten für Senioren

Andrea Hilscher
Andrea Hilscher FOTO: Sebastian Schubert / LR

Die Zahl ist schwer zu schlucken, wenn man selbst die 65 überschritten hat: Im vergangenen Jahr gehen rund 15 Prozent aller Unfälle in Cottbus und Spree-Neiße auf das Konto von Senioren, deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig ist die Zahl der jugendlichen Unfallverursacher zurückgegangen. Auf die Statistik können sich ältere Autofahrer also nicht mehr berufen, wenn sie sich selbst als besonders „besonnene“ und „erfahrene“ Autofahrer loben. Senioren müssen sich einer bitteren Wahrheit stellen: Mit 75 ist die Reaktionszeit länger als mit mit 25 oder 45. Schulterblick, Gehör, Sehstärke – das Agieren am Steuer fällt mit zunehmenden Alter schwerer. Mobil bleiben und selbstbestimmt leben – darauf haben Menschen jenseits der 65 trotzdem einen legitimen Anspruch. Aber: Sie sollten sich selbstkritisch hinterfragen. Vielleicht mal mit einem Fahrlehrer sprechen. An Schulungen teilnehmen – und im Zweifel dann doch das Taxi dem Auto vorziehen. Denn, so zeigen zahlreiche Untersuchungen von Verkehrswacht und ADAC: Bei sorgsamer Planung ist die Nutzung von Taxen oft sogar günstiger als die Unterhaltung eines eigenen Autos.
Andrea Hilscher

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