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| 02:36 Uhr

"Mein Mädel war nicht glücklich, aber ich brauch' das"

Christoph Ballaschk.
Christoph Ballaschk. FOTO: ski1
Der Silvesterparty von 2011 verdankt es der SV Leuthen/Oßnig wohl, dass man heute mit Christoph Ballaschk einen erfahrenen Mann im Abwehrzentrum und auch auf der Trainerbank zu sitzen hat. Weilte der doch mit seiner Freundin in dem Dorf, wo er aufgewachsen ist, bevor es ihn in die deutsche Fußballwelt hinaus zog. Bei besagter Party angesprochen, "ob es denn vorstellbar ist, hier in seiner Heimat …", musste er nicht lange überlegen. Seinen ersten Erfolg hat der 35-Jährige mit dem Kreisliga-Aufstieg schon erreicht, doch scheint der Weg des SV Leuthen/Oßnig nicht zu Ende zu sein. ski1

Herr Ballaschk, momentan sind Sie als Siebter gerade noch dabei, wenn es um den Kreisoberliga-Zutritt geht. Ist der erneute Aufstieg Ihr großes Ziel?
Wenn es klappt, wär es schön. Wir würden da gern mitmachen, zumal wir bald schon einige junge hoffnungsvolle Leute einbauen wollen, denen täte sowas sicher für ihren weiteren Weg ganz gut. Aber wir müssen nicht unbedingt gleich wieder aufsteigen.

Im Jahr 2002 kam der Abschied von der Energie-Reserve, für die Sie 52 Oberliga-Spiele bestritten haben, auch deshalb hat man Sie auch ein wenig aus den Augen verloren …
Ja, was auch daran lag, dass ich über Hoyerswerda, dem Dresdener SC, Meuselwitz, Zwickau und Laubegast die halbe Süd-Oberliga abgeklappert habe und über Laubegast bei Falkensee/Finkenkrug gelandet bin. In Summe waren das dann 122 Oberliga- und zwei DFB-Pokalspiele, die ich oben absolviert habe. Bis mich ein Kreuzbandriss bei Falkensee ausgebremst hat. Insofern war die Rückkehr zu den Wurzeln auch ein Stück weit logisch.

Wie kommt man da sehr weit unten zu recht, wenn man über Jahre anspruchsvollen Fußball gespielt und gelebt hat?
Also ich komme gut klar. Es ist ja so, dass ich von Berufs wegen unter der Woche in Berlin bin, aber hier fürs Training mit Christian Worm einen perfekten Vertreter habe. Und was ich besonders schätze, ist hier in einem so kleinen Verein das familiäre, das nette Miteinander, die gegenseitige Hilfsbereitschaft und Respekt.

Cottbus ist nicht zu weit weg von Leuthen, gibt es da noch Kontakte zu den früheren Mitspielern?
Na klar, René Trehkopf ist ja wieder bei der Energie-Reserve, da trifft man sich schon mal, wenn Zeit ist. Außerdem habe ich auch noch gute Drähte zu Thomas und Martin Neubert.

Ist der FC Energie Cottbus aber ansonsten völlig raus dem Kopf des Christoph Ballaschk?
Nein, überhaupt nicht. Soweit es klappt, bin ich bei allen Heimspielen der Profimannschaft dabei. Mein Mädel war zwar nicht glücklich, als ich am Samstagmittag zum Spiel gegen den Karlsruher SC ins Stadion der Freundschaft gefahren bin. Aber ich muss das haben, will sehen, ob es die Jungs vielleicht doch noch schaffen. Ich wünsche es ihnen so sehr.

Mit Christoph Ballaschk

sprach Georg Zielonkowski