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| 16:49 Uhr

Brandenburg
Mehr Sicherheit für Seiteneinsteiger an Schulen

Damit der Schulbetrieb in Brandenburg wieder gefestigt wird, tritt ab dem Schuljahr 2018/19 eine neue Regelung im Umgang mit Seiteneinsteigern in Kraft.
Damit der Schulbetrieb in Brandenburg wieder gefestigt wird, tritt ab dem Schuljahr 2018/19 eine neue Regelung im Umgang mit Seiteneinsteigern in Kraft. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Cottbus/ Potsdam. Um den Lehrermangel weiterhin einzugrenzen, treten ab August 2018 neue Regelungen in Kraft. Von Jenny Theiler

Die Bemühungen der Schulämter, Brandenburgs Schulen zukunftsfähiger zu machen, tragen erste Teilerfolge. Der Hauptpersonalrat der Lehrkräfte hat Mitte Mai zusammen mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) über die weitere Vorgehensweise mit aktuellen und angehenden Seiteneinsteigern verhandelt, wie Personalratsvorsitzender Frank Kramer der RUNDSCHAU mitteilt. Das bisherige Verfahren zur Einstellung und Entfristung von Seiteneinsteigern wird umgestellt. Diese Übergangsregelung tritt ab dem nächsten Schuljahr in Kraft.

Demnach erhalten alle Seiteneinsteiger, die ab dem ersten August 2018 eingestellt werden, einen Arbeitsvertrag, der auf 15 Monate befristet ist. Dieser kann nach positiver Eignungsfeststellung und dem Nachweis aller erforderlichen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen entfristet werden. „Über eine mögliche Entfristung entscheidet auch nicht länger das MBJS, sondern nur noch die staatlichen Schulämter“, erklärt Frank Kramer. Unter diesen Voraussetzungen werden auch die bestehenden Verträge jener Lehrkräfte, die bereits auf Dauerstellen eingestellt sind, durch die entsprechenden Schulämter entfristet. Weitere Verhandlungen über das zukünftige Verfahren der Eignungsfeststellung soll es im Rahmen der Personalratsbeteiligung in den nächsten Wochen geben.

Der Hauptpersonalrat der Lehrkräftet bewertet die Ergebnisse dieser Verhandlungen für alle Beteiligten als positiv. „Es zeigt sich, dass es gelingt, in konstruktiven Gesprächen mit dem MBJS gute Ergebnisse zu erzielen“, erklärt Frank Kramer, Vorsitzender des Hauptpersonalrats der Lehrkräfte. Zudem sei auch die intensive Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Verbänden sehr hilfreich gewesen.

Grund für die Verhandlungen mit dem MBJS sind die Beschlüsse der Teilpersonalversammlung der Seiteneinsteiger in Cottbus vom 11. April. Diese haben insbesondere bei Seiteneinsteigern, deren Entfristungen aufgrund der ehemaligen Regelungen nicht genehmigt wurden, für Empörung und allgemeinen Unmut gesorgt. Da der Lehrermangel noch bis 2025 andauern wird, könne sich das Land Brandenburg den Wegfall der derzeitigen Seiteneinsteiger nicht leisten, erklärte Frank Kramer im April in einem Interview mit der RUNDSCHAU. Eines der Hauptziele der Verhandlungen war die Entfristung der bestehenden Zwei-Jahres-Verträge aus dem Jahr 2016.  Laut MBJS sind alle Arbeitsverträge, die bis zum 31. Juli 2018 befristet wurden, bereits entfristet.