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| 02:35 Uhr

Mehr Ordner bei Cottbuser Karneval

back of a security guard in front of blurred crowd
back of a security guard in front of blurred crowd FOTO: (22529012)
Cottbus/Köln. Mehr Ordner, mehr Polizei, mehr Feuerwehr – so will die Stadt Cottbus den Karneval sicherer machen. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf die Übergriffe in Köln. Männerhorden hatten dort Frauen bedrängt und bestohlen. dpa/bf/bl

Nach den Übergriffen von Männerbanden auf Frauen in Köln sollen Konsequenzen auch in das Sicherheitskonzept für die ostdeutsche Karnevalshochburg Cottbus einfließen. Sicherheitsmaßnahmen würden in enger Absprache mit der Polizei und den Veranstaltern, dem Karneval Verband Lausitz, laufend aktualisiert, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. "Vor Silvester hätte man sich so ein Geschehen kaum vorstellen können." Der Karneval Anfang Februar in Cottbus mit Zehntausenden Zuschauern gilt als größtes ostdeutsches Faschingsspektakel.

Ohne in Details zu gehen, erläuterte der Sprecher: "Der Veranstalter ist gefordert, eine größere Zahl an eigenen Ordnern zu stellen. Auch Polizei und Feuerwehr werden entsprechend präsent sein." Mit Blick auf Köln sei es die Kernfrage, wie man bei Übergriffen besonders schnell reagieren könne.

In der Silvesternacht hatten sich Männer in Köln zu Rudeln zusammengeschlossen. Frauen wurden auf offener Straße bedrängt und bestohlen. Nach den Übergriffen auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof ermittelt jetzt die Abteilung für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität der Staatsanwaltschaft Köln.

Am Abend informierte die Kölner Polizei, dass sie vier Verdächtige identifiziert hat. Noch in der Silvesternacht habe man zwei aus Nordafrika stammende Diebe gefasst. Sie seien nach der Identifizierung wieder entlassen worden. Zwei weitere Verdächtige befänden sich dagegen in U-Haft. Sie seien im Hauptbahnhof nach einem Diebstahl festgenommen worden. Es gäbe Hinweise, dass sie zuvor Frauen bedrängt hätten. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, um mögliche Verbindungen zwischen Taschendiebstählen und Sexualdelikten nachvollziehen zu können. Inzwischen gibt es mehr als 100 Anzeigen.