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| 02:38 Uhr

Mehr Flüchtlinge in Wohnungen

Spree-Neiße. Immer weniger Asylbewerber in Spree-Neiße sind in Wohnheimen untergebracht. Wie Ines Lober, Fachbereichsleiterin für Soziales im Landkreis, im jüngsten Sozialausschuss mitteilte, lebten nur 137 und damit nur 17 Prozent von ihnen in den Übergangseinrichtungen. Steffi Ludwig

660 Asylbewerber und damit 83 Prozent leben dagegen in Wohnungen. Zum Stichtag 10. Februar lebten insgesamt 797 Asylbewerber im Landkreis. Im Jahr 2015 waren es mit 1309 fast doppelt so viele gewesen, mit 502 lebten hier noch 38 Prozent in Wohnheimen, weshalb auch neue Plätze in Forst, Guben und Spremberg geschaffen worden waren, die dann zum Teil wieder zurückgestellt oder gar nicht erst in Anspruch genommen wurden, wie das ehemalige Gymnasium in Spremberg.

2016 seien 673 Asylbewerber in Wohnungen untergebracht worden, was eine zeit- und personalintensive Begleitung und auch weiterhin ein intensives Wohnungsmanagement bedeute, so Ines Lober.

Hinzu kommen derzeit im Landkreis 659 Flüchtlinge, die bereits anerkannt und somit in Zuständigkeit des Jobcenters sind. Insgesamt beträgt die Flüchtlingsanzahl demzufolge derzeit 1456 in Spree-Neiße. Davon lebt der größte Teil mit 540 in Guben, gefolgt von Spremberg (395) und Forst (378). 68 Flüchtlinge leben in Peitz, 36 in Kolkwitz, 27 in Döbern-Land und jeweils einer in Burg und Drebkau.

Seit Jahresbeginn sind 22 Flüchtlinge in Spree-Neiße aufgenommen worden. Im gesamten Vorjahr waren es 655 Asylbewerber, die Spree-Neiße zugewiesen wurden - und damit weniger, als die Prognose des Landes Brandenburg mit 842 Asylbewerbern für den Landkreis ergeben hatte. Für 2017 gibt es laut Lober derzeit nur eine vorläufige Hochrechnung des Landes, die von 480 Personen für Spree-Neiße ausgeht.