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| 18:36 Uhr

Feuerwehr
Mehr Einsätze, weniger Leute

Großeinsatz im Juni 2017: Bei einem einem Wohnhausbrand in der Karlstraße starb ein Mann.
Großeinsatz im Juni 2017: Bei einem einem Wohnhausbrand in der Karlstraße starb ein Mann. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Das Arbeitspensum bei Feuerwehr und Leitstelle in Cottbus wächst weiter. Weil die Zahl der Einsatzkräfte sinkt, werden vier Wehren zusammengelegt.

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Leitstelle und Rettungsdienst in Cottbus haben im vergangenen Jahr erneut ein gewaltiges Pensum gestemmt. Das erklärt Feuerwehrchef Jörg Specht. Das belegt die Statistik. Demnach rückten die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Feuerwehrleute zu 125 mehr Einsätzen aus als im Jahr 2016. Die Rettungsdienstfahrten stiegen sogar um 244 Touren. Bei mehr Arbeit sinkt gleichzeitig die Zahl der Einsatzkräfte. Derzeit zählen sie bei den 16 freiwilligen Feuerwehren 383 und damit sieben weniger als noch 2016.

Deshalb geht die Stadt Cottbus gemeinsam mit der Feuerwehr neue Wege. Im September ist der erste Spatenstich für eine neue Stützpunktfeuerwehr geplant. Sie wird vier Wehren ersetzen. Das ist nicht unumstritten, schließlich bangen die betroffenen Gallinchener, Mad lower, Groß Gaglower und Kiekebuscher nicht nur um die Zukunft der Gerätehäuser, sondern auch um die ehrenamtliche Arbeit in den Ortsteilen. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der neue Gefahrenabwehrplan für die Stadt Cottbus in diesem Monat vom Stadtparlament abgesegnet wird.

Die Cottbuser Feuerwehr ist im Jahr 2017 insgesamt 2324-mal ausgerückt. Dabei löschten sie 225 Feuer und arbeiteten 1766 technische Hilfeleistungen ab. Sie retteten damit 162 Menschen unmittelbar und halfen rund 500 weiteren Personen. Hinzu kommen 333 Fehleinsätze. Der Rettungsdienst rückte im vergangenen Jahr 20 627-mal aus.

Bei den Herbststürmen im Oktober arbeitete die Cottbuser Feuerwehr 194 Einsätze ab. Die Feuerwehrleute kamen nicht nur Menschen zuhilfe. Im Januar sorgte die Rettung eines Pferdes aus einem eisigen Pool bundesweit für Schlagzeilen. Eine Strohtreppe führte das Tier schließlich zurück in die Freiheit.

Die Cottbuser Leitstelle hat im vergangenen Jahr der Statistik zufolge 309 120 Anrufe entgegengenommen. Davon waren 155 164 Notrufe. Daraus entstanden 100 413 Einsätze im gesamten Leitstellengebiet, das sich vom BER im Norden bis nach Sachsen im Süden erstreckt.

(pk)