ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:14 Uhr

Aus dem Jugendhilfeausschuss
Mehr Angebote für straffällig gewordene Jugendliche

Asyl-Koordinatorin Stefanie Kaygusuz-Schurmann freut sich über die die zusätzlichen Sozialarbeiter.
Asyl-Koordinatorin Stefanie Kaygusuz-Schurmann freut sich über die die zusätzlichen Sozialarbeiter. FOTO: Simone Wendler
Rund 40 neue Migrationssozialarbeiter haben in der Stadt ihre Arbeit aufgenommen. Im Oktober ist ein Fachtag geplant. Von Andrea Hilscher

Es tut sich was: Wenn Stefanie Kaygusuz-Schurmann, Servicebereichsleiterin Integration & Bildung der Stadt Cottbus, ihre Netzwerk-Schaubilder an die Wand wirft, zeigen sich nahezu monatlich deutliche Veränderungen. Mehr Mitarbeiter, mehr Angebote, mehr Aufgaben rund ums Thema Integration. Im jüngsten Jugendhilfeausschuss am Dienstag konnte Stefanie Kaygusuz-Schurmann verkünden, dass inzwischen rund 40 neue und Migrationssozialarbeiter in der Stadt ihre Arbeit aufgenommen haben. Cottbus hatte lange beim Land auf eine finanzielle Unterstützung für diese Arbeit gedrängt – letztlich auch mit Erfolg.

Die Sozialarbeiter sind an 13 Schulen eingesetzt, um dort Probleme möglichst früh zu erkennen und zu beheben. An der Volkshochschule werden neue Angebote für Geflüchtete installiert, die kaum Zugang zu Sprachkursen haben – zum Beispiel Frauen mit Kindern ohne Kita-Platz oder Analphabetinnen. Das Cottbuser Frauenhaus hat Unterstützung bekommen, die Erziehungs- und Familienberatung ebenfalls, es gibt neue mobile Sozialarbeit in Ströbitz und Sandow.

„Es gibt viele neue Netzwerke, die gut funktionieren“, sagt die Koordinatorin. Dennoch sei es wichtig, die Akteure besser als bisher miteinander ins Gespräch zu bringen, um etwa Doppelstrukturen zu verhindern. Ein Fachtag für Migrationssozialarbeit im Oktober soll hierfür die Weichen stellen.

Marco Mette, Kripo-Chef und beratendes Mitglied im Ausschuss: „Es wäre schön, wenn wir unseren straffällig gewordenen jugendlichen Ausländern künftig Tipps an die Hand geben könnten, wo sie Beratung und Unterstützung finden.“ Die Beamten wären oft ratlos, wie sie den jungen Flüchtlingen helfen können.

Stefanie Kaygusuz-Schurmann dazu: „Wir sehen in diesem Bereich tatsächlich Handlungsbedarf, wollen jugendliche Straftäter stärker in den Blick nehmen, zumal sich auch Verschuldungs- und Suchtprobleme häufen.“ Auf dem anstehenden Fachtag im Oktober soll das Thema diskutiert und gemeinsam mit der Polizei nach Lösungen gesucht werden.