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Mehr als 50 Paten für Neuankömmlinge

Cottbus. Seit fast nun 15 Jahren vermittelt die Freiwilligenagentur Cottbus (FWA) motivierte Ehrenamtliche in spannende Einsatzfelder. Seit April dieses Jahres bringt Julia Kaiser, Mitarbeiterin der FWA, Menschen jeglicher Herkunft zusammen. red/fh

Das Projekt der "Ankommenspatenschaften" setzt sich nach eigenen Angaben zum Ziel, zwischen Altcottbusern und Neucottbusern zu vermitteln, wobei der Fokus auf der Alltagsbegleitung und auf der Hilfe bei den täglichen Fragen des Lebens liege. Mehr als 50 Patinnen und Paten sind bereits unterwegs. "Es ist schön, auch nach der großen Solidaritätswelle vor einem Jahr noch so vielen hilfsbereiten und interessierten Menschen zu begegnen", betont Julia Kaiser. "Viele der Paten begleiten nicht nur einen geflüchteten Menschen, sondern eine Familie mit Kindern oder auch eine kleine Gruppe von befreundeten jungen Menschen. Die Gruppendynamik wird oft als sehr belebend wahrgenommen."

Für die Ehrenamtlichen werden regelmäßig kostenlose Weiterbildungen organisiert. Anstehende Themen und Termine können der Homepage entnommen werden ( www.freiwilligenagentur-cottbus.de ).

Gemeinsam die Stadt erkunden oder einen Arztbesuch erledigen, einen Brief vom Sozialamt übersetzten, das jeden Dienstag stattfindende Sprechcafé besuchen oder zusammen joggen gehen - die Vielfalt der Aktivitäten ist groß. "Eine gewisse Portion Mut, Offenheit und Neugier gehört wohl dazu, um sich noch fremden Menschen gegenüberzusetzen und mit ihnen zu reden, obwohl die gemeinsame Sprache wahrscheinlich ein wilder Mix aus Deutsch, Englisch, Hand- und-Fuß ist", sagt Julia Kaiser. "Unsere Paten hat dies nicht abgeschreckt, im Gegenteil, sie können bereits viele interessante Geschichten berichten", weiß Julia Kaiser. Wer Interesse daran habe, neue Menschen und kulturelle Vielfalt in Cottbus zu begrüßen, könne sich bei ihr in der Freiwilligenagentur in der Zielona-Gora-Straße 16 melden.