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| 15:45 Uhr

Gelungener Winterdienststart in Cottbus
Erstes Winterintermezzogut gemeistert

Cottbus. Ein kompletter Räumdurchgang beim Winterdienst in Cottbus dauert zwischen viereinhalb und sechs Stunden.

Nach frostigem Start legt der Winter derzeit eine kleine Pause ein. Doch auf den allgemeinen Wetterbericht verlässt sich der Entsorger Alba,  Dienstleister für den Winterdienst  in Cottbus, nicht. „Neben täglich mehrmaligen Wetter- und gegebenenfalls Warnmeldungen, erhalten wir Informationen zu den Luft-, Straßenbelags- und Brückentemperaturen sowie eine spezifische Glättevorhersage für die Region Cottbus für drei Tage“, berichtet Alba-Logistik-Chef Mike Meschzan. „Wenn mit Glätte zu rechnen ist, versetzen wir unser Personal vorab in Bereitschaft.“ Dadurch ist ein Start der Räumfahrzeuge in den frühen Morgenstunden gewährleistet. An beiden Tagen des bisher schneereichsten Wochenendes dieses Winters, dem 9. und 10. Dezember,  waren demnach jeweils 21 Fahrzeuge und 30 Mitarbeiter auf den Straßen der Stadt im Einsatz.

Insgesamt absolvierte der Winterdienst seit dem 1. November an mehr als 20 Tagen Kontroll- und Winterdiensteinsätze auf  225 Straßen und 113 Geh- und Radweg-Kilometern. Da auf eine Hintour jeweils die Rücktour folgt, müssen von Alba in Cottbus mehr als 700 laufende Kilometer beräumt werden. Um bei angekündigter Reifglätte nicht sofort den kompletten Winterdienst in Gang setzen zu müssen, ist im Zweifelsfall eine Straßen- oder Gehwegkontrolltour vorgeschaltet. Die beginnt dort, wo besondere Vorsicht angesagt ist wie an den Brücken am Nordring oder am Stadtring.

Auch Hauptverkehrsstraßen genießen besondere Priorität, ebenso wie  Steigungen.  Ein kompletter Räumdurchgang dauert laut Mike Meschzan zwischen viereinhalb und sechs Stunden, je nachdem, ob nur gestreut oder geräumt und gestreut werden muss. Verwendet wird auf den Straßen Feuchtsalz bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Natriumchlorid-Sole bei leichtem Frost oder Trockensalz bei Schneefall. Die Geh- und Radwege werden mit einem Kies-Sandgemisch gestreut. Auf Splitt verzichtet die Stadt beim Winterdienst ganz.

Bei der Vorbereitung auf die Saison habe Alba mit den Jahren eine gewisse Routine erlangt, räumt  Mike Meschzan ein. „Das Streugutlager muss aufgefüllt, die Technik vorbereitet und das Personal geplant werden.“  Im Lager haben rund 1200 Tonnen Salz und 500 Tonnen Streusand Platz. Das entspricht insgesamt 70 Sattelschlepperladungen. Über den Winter kommt das Unternehmen mit dieser Menge allerdings nicht. Sie reicht nur, je nach Anzahl der notwendigen Touren, für zehn bis 30 Einsatztage. Deshalb muss das Lager je nach Bedarf ständig aufgefüllt werden.

Für alle Straßen und Geh-/Radwege, auf denen die Stadt den Winterdienst nicht betreibt, sind entsprechend der Straßenreinigungssatzung die Pflichten auf die Anlieger übertragen. Darauf macht Rathaussprecher Jan Gloßmann aufmerksam. Die Straßenreinigungssatzung ist zu finden als Lesefassung unter www.cottbus.de, auch als Download. Die Anlieger sollten sich rechtzeitig informieren, um Unfälle auf Fahrbahnen und Gehwegen und die damit verbundenen Schadensregulierungen für Grundstückseigentümer möglichst zu vermeiden. Hilfreiche Informationen zum Winterdienst sind auch im Abfallkalender der Stadt zu finden. Außerdem haben die Ortsbeiräte und Bürgervereine Ende November Aushänge mit der Überschrift „Wenn der Winter Einzug hält – Wissenswertes für die Anlieger“ für die Schaukästen in den Ortsteilen erhalten. Auch hier werden die Anliegerpflichten kurz dargestellt.

Demnach sind nach 20 Uhr gefallener Schnee oder zu dieser Zeit entstandene Glätte am folgenden Werktag bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr zu beseitigen. Die Räumfahrzeuge von Alba sind aber, wenn erforderlich,  auch nach 20 Uhr unterwegs.