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Meditative Besinnlichkeit und fröhliche Musik

Meistergeiger Florian Mayer zog die Gäste in der Oberkirche mit virtuosen Geigenklängen und eigenen Texten in seinen Bann.
Meistergeiger Florian Mayer zog die Gäste in der Oberkirche mit virtuosen Geigenklängen und eigenen Texten in seinen Bann. FOTO: Ulrich Littko/bwh1
Cottbus. Seit ihrem Start zu Pfingsten 2003 ist die jährliche "Nacht der offenen Kirchen" eine gute Gelegenheit, Cottbuser Gotteshäuser unterschiedlicher Konfessionen auch außerhalb kirchlicher Veranstaltungen zu besuchen. Ulrich Littko / bwh1

Am Pfingstsonntag ab 21 Uhr war es wieder soweit: In Cottbus, Dissen, Döbbrick, Madlow, Groß Gaglow und Peitz luden Konzerte, Lesungen, Meditationen und Besinnlichkeit ein.

In der Oberkirche St. Nikolai im Herzen der Stadt eröffnete Superintendentin Ulrike Menzel den Abend. "Ich freue mich, dass sich so viele Gemeinden in so vielfältiger Weise beteiligen", sagte sie. "Unsere Gotteshäuser stehen damit allen offen, um Besinnlichkeit und Fröhlichkeit weiterzugeben." Hier waren es die Töne der Solo-Violine des Dresdener Meistergeigers Florian Mayer, die für die zahlreich erschienenen Besucher den Kirchenraum füllten. Mit einem vielseitigen Repertoire von Paganini bis zu eigenen Improvisationen wurden alle Hörgewohnheiten der abendlichen Gäste gleichermaßen einbezogen.

Mit Jazzmusik lud die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Bautzener Straße) ein. Die modernen Klänge des Instrumentaltrios mit Daniela und Stephan Lenk sowie Markus Witzsche sprachen auch junge Besucher sehr an. Pastor Alan Gross stellte Bibelworte vor.

In der Madlower Martinskirche der Gemeinde Cottbus-Süd boten Konstanze Schröder (Violine/Moderation) und Nikola Götzinger (Violoncello/Gesang) ein Programm, das ganz im Zeichen des Luther-Jahres mit Musik und Texten aus dem Leben und Wirken des großen Reformators, Bibel-Übersetzers, Predigers und Komponisten stand. Nachdenklich und heiter - wie Luther selbst - gaben seine Worte und markanten Aussprüche Anlass, die 500-jährige Geschichte der Reformation wachzurufen.

Allen Inspiratoren, Mitwirkenden und Organisatoren ist auch in diesem Jahr ein großes Lob auszusprechen. Für alle Besucher sind die Abend- und Nachtstunden -

die einzelnen Programme wurden stündlich bis nach Mitternacht angeboten - willkommene Gelegenheiten, sowohl kirchliches Leben als auch die Schönheiten der Sakralbauten in und um Cottbus kennen zu lernen und zu erleben. Alle beteiligten Kirchengemeinden konnten dabei wieder einen regen Zuspruch verzeichnen.