ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

MDR-Gala entdeckt Spreewaldwinter

Uta Bresan und Bernhard Brink lesen Zuschauerpost im Kahn auf Hagens Insel.
Uta Bresan und Bernhard Brink lesen Zuschauerpost im Kahn auf Hagens Insel. FOTO: U. Elsner
Burg. Das Wetter hat mitgespielt mit Uta Bresan, Gastgeberin der Fernsehgala "Musik für Sie", und dem Drehstab um Regisseur Klaus-Dieter Rentel. Hagens Insel in Burg, einer der Schauplätze der Spreewald-Ausgabe der Sendereihe des MDR, präsentierte sich am Mittwoch tief verschneit. Ulrike Elsner

"Der Spreewald ist wunderschön", schwärmte Sängerin und Moderatorin Uta Bresan. "Alles ist wie überzuckert." Natürlich kenne sie die Lagunenlandschaft, sei hier schon selbst gepaddelt, berichtet die Dresdnerin. Aber der Winter biete eben wieder andere Reize. Die Sendung sei als Aufforderung zu verstehen, den Spreewald unbedingt auch mal im Winter zu besuchen.

Allerdings hat die kalte Jahreszeit auch ihre Tücken. Lediglich Maskenbildnerin Anne Beitat zeigte sich zufrieden: "Wenn es kalt ist, schwitzen die Schauspieler nicht. Und ich muss nicht so viel nachpudern." Klaus-Dieter Rentel, der die Sängerin mit ihrem Gast Bernhard Brink ursprünglich mit dem Stoßschlitten über die Fließe schicken wollte, musste gleich zweimal umdisponieren. Weil eine feste Eisdecke fehlte, sollten beide doch lieber mit dem Kahn fahren. Schließlich fiel auch das am Mittwoch aus: zu gefährlich wegen der Eisschollen. Der Kahn, in den das Sänger-Duo einstieg, blieb im sicheren Hafen.

Gegen die Kälte hatte Gastgeber Hagen Conrad, obwohl selbst anderweitig beschäftigt, in seiner Hexenküche vorgesorgt. Hier konnten nicht nur Uta Bresan und Redakteurin Katerina Hagen auf dem gemütlichen Sofa vor der Aufnahme noch einmal die Texte durchgehen. Es gab auch Wärmflaschen und einen Wasserkocher.

Die beiden Sänger stiegen zudem mit einem Korb in den Kahn, aus dem sie später eine Thermoskanne mit Glühwein und zwei Tassen hervorholten. So waren trotz der minus sechs bis minus sieben Grad Celsius die Hände einigermaßen warm beim Verlesen der Zuschauerpost.

Was die Zuschauer sich gewünscht haben? Natürlich Bernhard Brinks Hit "Von hier bis unendlich". Doch den sollte der Sänger nicht sofort anstimmen. Vielmehr begab sich die Crew für die Aufnahme dieses Titels am Nachmittag zur Weidenburg nach Schlepzig.

Aufmerksame Beobachterin der Filmaufnahmen am "kleinen urigen Hafen" von Hagen Conrad war Regina Hoene. Für die Berlinerin, die gemeinsam mit ihrem Mann gerade eine Woche in Burg ausspannt, wird der Mittwochvormittag sicher zu den schönsten Urlaubserinnerungen gehören. "Wir sind zufällig vorbeigekommen", sagte sie. "Solche Fernsehaufnahmen hautnah mitzubekommen, ist wirklich ein schönes Erlebnis."

Gesendet wird die Spreewald-Folge der Wunschsendung am 12. Februar um 20.15 Uhr im MDR. "Insgesamt sind acht Drehtage angesetzt", war von Aufnahmeleiter Torsten Kramer zu erfahren. "Der nächste am kommenden Freitag mit der Sängerin Maria Levin und Frank Zander in Schlepzig." Neben Weidenburg und Brauerei Schlepzig, Hagens Insel und Holzpantoffelwerkstatt Karolczak in Burg sind die Holländermühle in Straupitz und der Hafen Lehde Schauplätze der neuen Ausgabe von "Musik für Sie".

Auch wenn Regisseur Klaus-Dieter Rentel der unumstrittene Chef am Set war, zeichnet Torsten Kramer für die Organisation verantwortlich. Und das gilt schon für die Vorbereitung der Dreharbeiten. Da müssen Drehorte ausgewählt, Drehgenehmigungen eingeholt und die Mannschaft für Beleuchtung, Requisiten und Maske zusammengestellt werden. Außerdem sind Hotelzimmer für alle und Fahrzeuge zu buchen sowie der gesamte Ablauf zu planen.

Am Mittwochvormittag hat alles super geklappt. Von 10 bis 12.45 Uhr sollte der Dreh in Burg dauern. Bereits 12.10 Uhr hatte Regisseur Rentel alles im Kasten.

Durchschnittlich vier Ausgaben von "Musik für Sie" produziert der MDR im Jahr. Was die Musik-Gala über mehr als 20 Jahre so erfolgreich macht, beschreibt Torsten Kramer so: "Wir stellen Regionales vor, und das kommt beim Zuschauer an."