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| 14:16 Uhr

Cottbus
Max Pannasch bleibt auch mit 80 Jahren ein Spitzbube

Max Pannasch schaut auch mit 80 Jahren augenzwinkernd aufs Leben.
Max Pannasch schaut auch mit 80 Jahren augenzwinkernd aufs Leben. FOTO: Georg Zielonkowski / LR
Cottbus. Wenn es beim FC Energie besonders lustig zugeht, kann Max Pannasch nicht weit sein. Am Mittwoch feiert er seinen 80. Geburtstag. Sein Humor und seine Schlagfertigkeit haben dem Fußballclub oft genug über die Stunden nach Niederlagen hinweggeholfen. „Das stimmt schon“, sagt Max Pannasch. „Gemeinsam mit Volker Ziegenhagen hatten wir immer einen flotten Spruch auf Lager. Speziell in den Reihen der Altliga-Kicker.“ Seit dem Bundesligaaufstieg des FCE im Jahr 2000 unterstützte Pannasch den leider verstorbenen Mannschaftsleiter Hajo Prinz als Zeugwart. Von Georg Zielonkowski

Wenn es beim FC Energie besonders lustig zugeht, kann Max Pannasch nicht weit sein. Am Mittwoch feiert er seinen 80. Geburtstag. Sein Humor und seine Schlagfertigkeit haben dem Fußballclub oft genug über die Stunden nach Niederlagen hinweggeholfen. „Das stimmt schon“, sagt Max Pannasch. „Gemeinsam mit Volker Ziegenhagen hatten wir immer einen flotten Spruch auf Lager. Speziell in den Reihen der Altliga-Kicker.“ Seit dem Bundesligaaufstieg des FCE im Jahr 2000 unterstützte Pannasch den leider verstorbenen Mannschaftsleiter Hajo Prinz als Zeugwart.

In dieser Funktion kümmerte er sich nicht nur um das Aufpumpen der Bälle und das Bereitlegen der Trikots. Er unterstützte vor allem die ausländischen Spieler. „Einmal habe ich unseren Keeper Tomislav Piplica nach Tegel zum Flughafen gebracht“, erzählt er. „Wir sind mit Pipis Riesenauto nach Berlin gefahren. Er saß am Steuer, ich sollte das Auto dann heim fahren. Aber ich hab mit meinen 1,67 Metern nicht an die Pedale herangereicht. Und wie man den Sitz verstellt, wusste ich auch nicht. Aber auf dem Parkplatz habe ich glücklicherweise jemanden gefunden, der einige Knöpfchen gedrückt hat und der Sitz fuhr wie von Geisterhand nach vorn.“ Bei der Erinnerung muss er heute noch lachen.

Max Pannasch erhielt seine Ausbildung an der Sporthochschule DHfK in Leipzig. Mehr als 38 Jahre unterrichtete er in Krieschow Sport und Russisch. Geboren in Neustadt an der Spree ist er mit der sorbischen Sprache und Tradition eng verbunden. Deshalb war es für ihn selbstverständlich, im Vorjahr als Helfer dem Fußballteam der Wendischen Auswahl zur Seite zu stehen. Ansonsten genießt er das Leben eines fröhlich älter Werdenden, der sich gelegentlich als Handwerker betätigt. „Ich bin jetzt Tischler“, sagt er und fügt mit einem Augenzwinkern an: „Genauer gesagt Stammtischler.“