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| 01:04 Uhr

Max Leichhardt, Ludwig Steenbeck

Cottbus.. Wer zu spät kommt, den bestraft die Stadtverordnetenversammlung. So fühlen sich Schüler des Ludwig-Leichhardt-Gymnasiums, die um das Profil ihrer Schule fürchten. Einige Klassen werden ab kommendem Jahr schrittweise vom Steenbeck-Gymnasium übernommen.

Das Leichhardt-Gymnasium schließt 2009. Der bereits vor gut einem Jahr beschlossene Weg soll am Mittwoch dahingehend zementiert werden, dass das Ströbitzer Gymnasium laut Beschluss der Stadtverordneten im September keine 7. Klassen mehr aufnimmt. Darauf hatte sich Anfang des Monats der Bildungsausschuss verständigt (die RUNDSCHAU berichtete).
„Wir werden uns mit der Schließung unserer Schule abfinden, ja, und es ist schmerzlich. Aber wir werden nicht verstehen, warum unser Profil damit vollständig verschwinden soll. Laut einstimmigem Beschluss des Bildungsausschusses vom 10. November soll das Steenbeck-Gymnasium als mathematisch-naturwissenschaftliche Spezialschule eigenständig erhalten bleiben. Das heißt, dass Teile unseres Profils nicht übernommen werden können“ , heißt es in einem Schreiben der Schülervertretung. Die Gymnasiasten verweisen darin auf die Integration behinderter Schüler sowie „einzigartige Projekte“ wie den Sprachunterricht Japanisch oder Austausch-Projekte mit Kanada.
Dagegen warnt Bildungsdezernent Berndt Weiße vor einem „erneuten Öffnen der bereits geschlossenen Kiste“ . Das Steenbeck-Gymnasium habe sich „klar bekannt zur Integration behinderter Schüler“ . Dafür werde eine zusätzliche Klasse gebildet. „Diese wird die körperbehinderten Schüler zum Abitur führen.“ Der Erhalt von Teilen des Profils habe mit dem Umzug nichts zu tun. Weiße: „Das ist Sache der Lehrer in den Schulen. Diese Konzepte müssen geschrieben werden.“
Gleichzeitig verweist Weiße darauf, dass das Ströbitzer Haus nur saniert werden könne, weil die Leichhardt-Schule ein entsprechendes Profil entwickelt habe, das fortgeführt werden soll. „Davon profitiert künftig das Steenbeck-Gymnasium.“ (jg)