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| 01:02 Uhr

Max Grünebaum

Cottbus.. Zum 80. Mal jährt sich heute der Todestag von Max Grünebaum (gestorben am 19. Januar 1925).


Der in Lippstadt geborene Kaufmannssohn ging nach dem Besuch der Webschule in Mülheim an der Ruhr in die industriell aufstrebende Tuchstadt Cottbus, wo er eine Arbeit in der Tuchfabrik von Heinrich Jaeger aufnahm. 1876 gründete er mit seinem Schwager Julius Kaufmann eine eigene Firma, in der erstmals in Cottbus Kammgarnstoffe hergestellt wurden.
1886 wurde Grünebaum ins Cottbuser Stadtparlament gewählt, 1914 als dessen Vorsteher. Engagiert in der Synagogengemeinde, unterstützte der Fabrikant den Bau des jüdischen Gotteshauses in der Jahrstraße. 1908 stiftete er für das neue Stadttheater den schweren Vorhang, der in seiner Firma gewebt wurde. Im gleichen Jahr gründete er die Caroline- und Max-Grünebaum-Stiftung, die unter anderem langjährigen Mitarbeitern der Cottbuser Volksküche, bedürftigen Kindern und der Finanzierung der Waldschule im Süden der Stadt zugute kam. 1909 erhielt Max Grünebaum die Cottbuser Ehrenbürgerschaft, 1993 wurde eine Straße nach ihm benannt.
1999 schufen die Enkel des Mäzens eine Max-Grünebaum-Stiftung, die der Förderung junger talentierter Künstler des Theaters gilt. (krö)