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Matthias Platzeck kommt zur Podiumsdiskussion nach Cottbus

Chef des Deutsch-Russischen Forums: Matthias Platzeck.
Chef des Deutsch-Russischen Forums: Matthias Platzeck. FOTO: Wuestenhagen
Cottbus. "Moskau-Warschau-Cottbus. Zwischen Partnerschaft und Spannungsfeld". dpa/sh

Unter diesem Motto laden die Cottbuser Jusos zur Podiumsdiskussion mit Matthias Platzeck am 3. November an die BTU nach Cottbus ein. Ab 17 Uhr werden im zentralen Hörsaalgebäude neben Platzeck, der Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums ist, lokale Akteure diskutieren. Lena Kostrewa, Vorsitzende der SPD-Stadtfraktion, Karl Fischer, Leiter der Regionalgeschäftsstelle der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Cottbus und Ahmet Taktak, Mitglied der Juso-Hochschulgruppe Cottbus/Senftenberg, werden laut Veranstalter im Format einer offenen Bühne für Fragen oder Meinungsäußerungen auf dem Podium Platz nehmen. Interessierte aus dem Publikum können sich ebenfalls an der Debatte beteiligen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Maja Wallstein, der Landesvorsitzenden der Jusos Brandenburg. Im Anschluss kann bei Brezeln, Wasser und Wein im persönlichen Gespräch weiterdiskutiert werden.

Als Vorsitzender des Vereins Deutsch-Russisches Forum hatte Matthias Platzeck erst unlängst den westlichen Staaten Inkonsequenz und mangelnde Ehrlichkeit im Umgang mit Moskau vorgeworfen. "Arabische Ölscheichs, mit denen wir enge wirtschaftliche Beziehungen unterhalten, werden als Freunde begrüßt, obwohl in ihren Ländern Menschen gesteinigt, gefoltert und hingerichtet werden. Da sagen wir: Das ist bei denen eben so", sagte Platzeck der "Freien Presse". Bei Russland lege der Westen dagegen andere, strengere Maßstäbe an, kritisierte der frühere SPD-Bundesvorsitzende und langjährige Ministerpräsident Brandenburgs. Platzeck mahnte zu einem Neustart auf Augenhöhe in den Beziehungen zu Moskau. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird für die Veranstaltung um Anmeldung bis zum 27. Oktober gebeten unter: info@jusos-brandenburg.de.