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Markt der Möglichkeiten soll integrieren

Die Gesprächsangebote wurden reichlich genutzt.
Die Gesprächsangebote wurden reichlich genutzt. FOTO: Stephan Meyer
Cottbus. Im Rahmen der Interkulturellen Woche veranstalteten die Agentur für Arbeit Cottbus und das Jobcenter Cottbus einen Markt der Möglichkeiten. Ziel der Veranstaltung war es, geflüchteten Menschen Integrationsmöglichkeiten zu zeigen, die in eine Ausbildung oder Anstellung führen können. Stephan Meyer

An unterschiedlichen Beratungsstellen konnten sich die Interessierten mit der Hilfe eines Übersetzers über die verschiedenen Angebote informieren. Während einer Gesprächsrunde wurden zwei Flüchtlinge vorgestellt, die bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Der 30-jährige Majid Asgarizateh wird bei der Lausitzer Wasser GmbH seit September zum Anlagenmechaniker ausgebildet. Im Iran hatte er zunächst ein Maschinenbaustudium begonnen. Während eines Praktikums hatte er das Unternehmen kennengelernt. Egbert Schneider, Leiter der Ausbildung bei der LWG, gab zu anfangs zurückhaltend gewesen zu sein, als er gefragt wurde, ob sie einem Flüchtling ein Praktikum ermöglichen können. "Aber Majid hat einen guten Eindruck gemacht und beherrschte bereits die deutsche Sprache." Wie alle Bewerber musste auch er einen Eignungstest absolvieren, unter denen er der Beste war. Gute Deutschkenntnisse sind laut Katrin Thomalsky und Reneé Ramm, vom Arbeitgeber Service der Arbeitsagentur das Wichtigste für die Vermittlung von Flüchtlingen an Arbeitgeber. "Insgesamt seien die Arbeitgeber aufgeschlossen gegenüber Flüchtlingen und sehen in ihnen Potenzial" so Ramm. Auch wenn der Andrang seitens der Flüchtlinge beim Markt der Möglichkeiten groß war, machen sie nur einen kleinen Teil an Arbeitssuchenden in Cottbus aus. Laut einer Statistik der Bild-Zeitung sind nur 626 (0,629 Prozent) der Cottbuser gemeldete erwerbsfähige Personen aus Asyl-Ländern.