Im Mai will das Cottbuser Stadtmarketing ein neues Logo präsentieren, bereits am Donnerstagabend schaltet der Medienexperte Jans Taschenberger eine neue Internetpräsenz frei, die sich ebenfalls um ein positives Image für Cottbus bemüht.

„Die verrückte Pücklerstadt“ heißt das Projekt, das bereits in dem „Lausitz Magazin“ Taschenbergers angelaufen ist. „Die Idee dazu ist im Januar entstanden, die Wirtschaft wünscht sich einfach eine bessere Außenwirkung der Stadt“, erklärt Jens Taschenberger. Man wolle dem Ruf der Problemstadt etwas Positives entgegensetzen. Eben „die verrückte Pücklerstadt“.

Auf der Internetseite, die im Aufbau der Brandenburg-Präsenz „Es kann so einfach sein“ angelehnt ist, können sich die Nutzer über verschiedene Kacheln zu den unterschiedlichsten Angeboten durchklicken. „Wir erzählen schöne Cottbuser Geschichten, wir zeigen ungewöhnliche Orte, es gibt einen kleinen Sprachkurs für Ostdeutsch“, sagt Taschenberger. Das Logo der Seite, eine stilisierte Ananas mit Pückler-Bart und Hirschgeweih, können Nutzer in ihre E-Mails einbauen – ein Mitmach-Angebot, dass ähnlich auch vom Cottbuser Stadtmarketing kommen soll.

Die Anschubfinanzierung für das Projekt kommt von Kammern, Wirtschaftsverbänden und der Leag, der laufende Betrieb soll aus der Unternehmerschaft getragen werden. „Firmen können sich bei uns mit kleinen Videos darstellen und profitieren so doppelt“, erklärt der Mit-Initiator der Seite. „Die Stadt wird positiv dargestellt, die Unternehmen können sich in einem solchen Umfeld gut entwickeln, ihre Eigenwerbung funktioniert ebenfalls.“

Die „gut erzählten Geschichten“, die Taschenberger verspricht, kreisen um bekannte und weniger bekannte Cottbuser. Sogenannte „Botschafter“ sprechen über die Vorzüge ihrer Stadt. Juliane Züge, Marketinchefin von Schloss und Park Branitz, ist ebenso dabei wie verschiedene Unternehmer aus der Stadt. Neben Lokalen und Spezialitäten werden  der Fürst und sein Werk häufig zum Thema. „Mit wohlwollender Unterstützung der Stiftung“, beteuert Jens Taschenberger.

Auch die Stadt sei angetan von dem Projekt, man habe sich abgestimmt. „Wir kommen aus der Wirtschaft, sind schnell handlungsfähig und können rasch reagieren“, zählt Taschenberger seine Vorteile auf. Die Stadt dagegen sei eher für harte Informationen wichtig, kümmere sich auf ihrer Seite um konkrete Fragen der Wirtschaftsansiedlung.

Gabi Grube, Chefin des Stadtmarketings, freut sich über die Initiative aus der privaten Unternehmerschaft. „Wir werden sicher oft auf den gleichen Pfaden unterwegs sein, aber es kann gar nicht zu viel Gutes über Cottbus berichtet werden.“

www.puecklerstadt.de geht
Donnerstag ans Netz. Das neue Cottbus-Logo wird am 8. Mai
präsentiert. www.cottbus.de