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Marketing-Award für Louisenhof

Geschäftsführerin Johanna Mehlisch-Bosch und Mitinhaber Arno Liszka auf ihrem Louisenhof.
Geschäftsführerin Johanna Mehlisch-Bosch und Mitinhaber Arno Liszka auf ihrem Louisenhof. FOTO: Becker/peb1
Burg. Der Louisenhof in Burg hat kürzlich auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin den "Marketing-Award – Leuchttürme der Tourismuswirtschaft" des Ostdeutschen Sparkassenverbandes erhalten. Der jüngste Preis reiht sich ein in die lange Liste der Auszeichnungen und Zertifizierungen, die die Anlage seit ihrer Eröffnung im August 2010 quasi in Monatsabständen bekommen hat. Darunter sind die Zertifizierung durch die Tourismusakademie Brandenburg für Barrierefreiheit (September 2010) und die Zertifizierung als Q-Betrieb in der Qualitätsstufe I (Oktober 2010). Peter Becker

Der Grund dafür erschließt sich für Besucher und Feriengast gleichermaßen auf den ersten, manches aber auch erst auf den zweiten Blick. Bereits bei der Onlinebuchung fällt die klar gegliederte Webseite auf, die verschiedene Schriftgrößen und eine Hörversion aufweist. Die Sprache ist einfach und fern von Verschachtelungen und Informationsüberfrachtung.

Die Ferienapartements im modernen Landhausstil sind überdurchschnittlich groß mit vielen Bewegungsflächen für die urlaubende Familie. Ihre Wohnfläche beträgt 63 oder 83 Quadratmeter - je nach Wahl. "Unsere Urlauber sind immer wieder erfreut darüber, dass sie sich an der Küchenzeile auch mal hinsetzen können, denn störende Unterschränke gibt es nicht", erzählt Geschäftsführerin Johanna Mehlisch-Bosch. "Selbst der Geschirrspüler und der Backofen befinden sich in angenehmer Arbeitshöhe", ergänzt Mitinhaber Arno Liszka. Die Küchenplanung, die sie von einem professionellen Küchenstudio einholten, fiel bei den beiden glatt durch und wurde durch ihre eigenen Ideen ersetzt: "Manche unserer Gäste wünschen sich eine solche Küche zu Hause, wie wir manchmal hören. Ein größeres Lob können wir uns kaum wünschen", so Arno Liszka. Das bis ins letzte Detail durchdachte Konzept vom Komfort für alle Besucher zieht sich durch die gesamte Anlage mit ihren 18 Wohnungen, dem Ferienhaus und den Wellnessangeboten. "Im Kleiderschrank hängen die Bügel auf zwei Ebenen, so können Kinder auch bequem ihre Sachen aufhängen. In den Bädern haben wir geneigte Spiegel für kleine und große Menschen, fern der üblichen Sanitäroptik", zählt Johanna Mehlisch-Bosch weitere Besonderheiten auf, die dann doch wieder keine sind. Eigentlich verkörpern sie das Normale, das Bequeme und Selbstverständliche.

Simone Mihlan, Leiterin des Burger Tourismusamtes: "Wir sind mächtig stolz, eine solche Anlage in unserem Q-Dorf zu haben. Sie wirkt beispielgebend und ich wünsche mir noch viele Nachahmer, weiß aber auch, dass so etwas nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist." Die Probleme für Menschen mit Behinderungen beginnen außerhalb des Louisenhofes, beispielsweise bei einer Kahnfahrt oder dem Gaststättenbesuch. Hier gibt es, wie überall, Nachholbedarf.