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Marianne Spring-Räumschüssel

FOTO: privat
Beruf: Ingenieur-Ökonomin Partei: AfD Geburtsjahr: 1946 Wohnort: Cottbus Was die Lausitz am dringendsten braucht: Die Lausitz benötigt realistische Konzepte, das bedeutet für mich: Keinen Ausstieg aus der Kohle in absehbarer Zukunft, sondern die Brückentechnologie weiter nutzen, um eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten, die Arbeitsplätze in der Kohle- und Energiewirtschaft zu erhalten sowie den Strukturwandel zu gestalten. Das beginnt mit einer Analyse, welche Zukunftsbranchen zur Lausitz passen.

Begleitet muss dieser sanfte Strukturwandel mit politischen Entscheidungen, wie z.B. die Schaffung einer Sonderwirtschaftszone, werden.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: Unrealistische Szenarien wie den Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030. Mit dem kompletten Wegfall der Schlüsselindustrie Kohle- und Energiewirtschaft würde ein zweiter wirtschaftlicher Niedergang für die Region in Gang gesetzt werden.

Wofür ich mich besonders stark machen will: Einführung der direkten Demokratie, um dem Souverän nach Artikel 20 Absatz 2 unseres Grundgesetzes eine echte Machtperspektive zu eröffnen. Verbesserung der Kommunalfinanzen durch die Veränderung im Verteilerschlüssel bei den Steuereinnahmen. Ist-Zustand: Von 100 Euro Steuereinnahmen bekommt jetzt 42,50 Euro der Bund, 42,50 Euro die Länder und 15 Euro die Kommunen. Mein Modell: 40 Euro der Bund, 40 Euro die Länder und 20 Euro die Kommunen. Vorteile: Die Entscheider vor Ort wissen, wo die Finanzbedarfe sind. Das Fördermittelunwesen könnte eingedampft werden, es verschlingt personelle Ressourcen, ist zeitraubend und zu bürokratisch. Was ich unbedingt verändern will: keine Antwort

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus?: Die Kohle- und Energiewirtschaft ist immer noch Motor unserer regionalen Wirtschaft, ergänzt durch Projekte in Sachen Erdwärme sowie der weiteren Entwicklung der Bauindustrie.

Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030?: Cottbus ist immer noch eine kreisfreie Stadt, das kooperative Modell hat sich in der Zusammenarbeit mit dem SPN-Kreis bewährt. Durch die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland ergeben sich gute Perspektiven für Firmen. Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: Wahlfreiheit für Handwerk und Gewerbe, ob sie Soll- oder Ist-Besteuerer sein möchten, Rückwirkungsverbot bei der Einführung von Gesetzen. Steuerverschwendung muss ein Straftatbestand werden.