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Maresch wirft Landkreis Fehler bei der Einzelfallhilfe vor

Forst/Cottbus. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch (Linke) äußert sich zur Kürzung der Einzelfallhelferstunden für Eltern mit schwerstbehinderten Kindern. Zur jüngsten Kreistagssitzung waren Spremberger Eltern erschienen, die von der vom Kreistag initiierten Kürzung der Einzelfallhelferstunden betroffen sind und bereits eine Klage beim Gericht eingereicht haben. ckx

Für sie hatte sich Bundestagsmitglied Birgit Wöllert (Linke) eingesetzt und eine Anfrage an den Landrat gestellt (RUNDSCHAU berichtete).

Nach Mareschs Meinung verhalte sich der Landkreis "menschenverachtend". Der Kreis entscheide nicht individuell. Ihm würden viele Informationen betroffener Eltern vorliegen, bei denen rigoros Stunden für die Einzelbetreuung gestrichen wurden. "Auch da sprachen die Zuständigen immer von Einzelfällen und sagten nichts Konkretes", so Maresch.

Dass es auch anders geht, zeige sich am Beispiel der Stadt Cottbus. Dort hatte die Stadt die geplanten Kürzungen zurückgenommen und laut Maresch gute Lösungen gefunden. "Daran sollte sich der Landkreis Spree-Neiße ein Beispiel nehmen." Er wolle betroffene Eltern zwischen Spree und Neiße gerne bei ihren Anliegen unterstützen. Immerhin, so Maresch, würden im Kreis etwa 36 000 Menschen mit Behinderungen leben. Der Weg, den der Kreis nun eingeschlagen habe, "hilft weder Schülern noch Eltern. Im Gegenteil, er wirft sie in ihrer Entwicklung zurück."