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| 15:31 Uhr

Aus dem Gerichtssaal
Cottbuser wegen Drogenhandels angeklagt

 200 Gramm Kokain und weitere Drogen wurden in der Wohnung des Angeklagten gefunden.
200 Gramm Kokain und weitere Drogen wurden in der Wohnung des Angeklagten gefunden. FOTO: dpa / Christian Charisius
Polizei fand 200 Gramm Kokain in der Wohnung eines 45-Jährigen. Gegen ihn verhandelt das Landgericht.

Ein 45-jähriger Mann aus Cottbus sieht sich mit einem Gerichtsprozess wegen Drogenhandels konfrontiert. Laut Anklageschrift soll er illegal Betäubungsmittel in seiner Wohnung gelagert haben, um diese gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Beim Verfahren am Cottbuser Landgericht begleiten Polizeibeamte den Angeklagten in den Saal. Dort nehmen sie ihm die Handschellen ab. Ronny N., mit kräftiger Statur, Glatze und gepflegtem Kinnbart, kommt direkt aus der Untersuchungshaft, in der er sich seit dem 10. Januar befindet. Laut Anklageschrift fanden Polizeibeamte in seiner Wohnung mehr als 200 Gramm Kokain, weitere Drogen wie Haschisch und 5121 Euro in bar. Auf seinem Couchtisch habe ein Springmesser gelegen, „zugriffsbereit“, wie es in der Anklage heißt. Sie wird somit wegen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben.

Der Vorsitzende Richter wendet sich zum Auftakt des Prozesses an Ronny N. „Es steht Ihnen frei, sich hier zu äußern“, sagt er.,

Statt des Beschuldigten spricht zunächst sein Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräf. „Wir hatten ursprünglich geplant, eine Einlassung meines Mandanten abzugeben“, antwortet er. „Aber da noch Unterlagen fehlen, wie zum Beispiel eine DNA-Analyse, werden wir das zu einem späteren Zeitpunkt tun.“ Es werde sich bei der Einlassung des Angeklagten nicht nur um einen „Dreizeiler“ handeln, so viel könne er jetzt schon sagen.

Darüber hinaus bringt der Rechtsanwalt die Möglichkeit ins Spiel, einen medizinischen Gutachter hinzuziehen. Darauf erwidert der Richter: „Das dauert aber mindestens drei Monate.“ Schließlich seien die Gutachter allesamt ausgelastet.

So oder so soll der Gerichtsprozess zum Ende des Monats Juli weitergehen. Zeugen werden jedoch wohl erst zum übernächsten Termin geladen, wie der Richter anmerkt.

 kkk
kkk FOTO: dpa / Christian Charisius