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| 02:33 Uhr

Märchenhaftes Reiterbild

Das Märchenschaubild mit mehr als 25 Mitwirkenden, das am Sonntag präsentiert wurde, gehörte neben den vielen sportlichen Leistung zu den Höhepunkten des 22. Dressur- und Springturniers an der Kutzeburger Mühle.
Das Märchenschaubild mit mehr als 25 Mitwirkenden, das am Sonntag präsentiert wurde, gehörte neben den vielen sportlichen Leistung zu den Höhepunkten des 22. Dressur- und Springturniers an der Kutzeburger Mühle. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Mehr als tausend Besucher verfolgen das Dressur- und Springturnier an der Kutzeburger Mühle. Sina Busse vom Gastgeberverein holt sich einen der drei Kreismeistertitel. Michael Helbig / mih1

Spannende Wettkämpfe um Siege und Platzierungen erlebten mehr als 1000 Besucher am Wochenende auf dem Reitplatz an der Kutzeburger Mühle beim 22. Dressur- und Springturnier. Mehr als 20 Helfer des Reit- und Fahrvereins An der Kutzeburger Mühle, aber auch vom Reiterhof und aus dem Dorf- und Jugendclub Gallinchen hatten seit Mitte vergangener Woche das Reitstadion hergerichtet, damit die rund 180 Reiter mit ihren Turnierpferden für ihre Wettkämpfe optimale Bedingungen vorfanden.

So standen 20 verschiedene Dressur- und Springprüfungen auf dem Programm, von denen einige in die Wertung der Kreismeisterschaft eingingen. So durften sich am Sonntagabend getreu dem erklärten Ziel des Vereins zur besonderen Nachwuchsförderung im Reitsport in der Kategorie Junioren/Junge Reiter Dressur Sina Busse vom Reit- und Fahrverein An der Kutzeburger Mühle, Jaqueline Malack vom KTZV Kerkwitz in der Kategorie Reiter Dressur und Alicia Schulz vom Reitverein Sielow in der Kategorie Junioren/Junge Reiter Springen mit dem Titel "Kreismeister" schmücken.

Doch nicht nur anspruchsvollen Reitsport konnten die Besucher des Turniers an der Kutzeburger Mühle erleben. Einer der Höhepunkte war zweifellos die Aufführung des Schaubildes, bei dem rund 25 Mitwirkende mit Pferden und Ziegen das Publikum in die russische Märchenwelt entführten und das Jutta Blaurock inszeniert hatte. Die Vizevereinsvorsitzende Lena Kostrewa meisterte dabei ihre Rolle als Märchenerzählerin mit Bravour und begleitet das junge Paar Iwanuschka und Wassilissa auf ihrem Weg zum Haus der Hexe Baba Jaga, auf dem sie allerhand Abenteuer zu bestehen hatten, bevor sie vom Zaren und seiner Gattin den Segen für eine glückliche gemeinsame Zukunft erhielten.

"Die Idee für das Märchen entstand, als ich im Frühjahr mit dem Cottbuser Autolackierer Peter Niedergesäß bei einem Truckertreffen in Peitz in diesem schönen Häuschen zusammensaß", erzählte Vereinsvorsitzender Stefan Ehret am Rande. "Da dachten wir uns, das könnte ein schönes Märchenhaus sein. Und gezogen wird es von einem original russischen Lkw Sil aus den 1960er-Jahren, der früher einmal Raketenwerfer durch die Gegend kutschiert hatte", fügte der Vereinschef, der auch die Rolle des Zaren spielte, hinzu.

Mit herzlichem Applaus dankte das Publikum am Ende des Spiels den Mitwirkenden, für das sie etwa vier Wochen lang geübt hatten. Begeistert waren auch Theresa Gärtner und Hanni Wölk aus der Nähe von Spremberg. "Uns hat das Spiel sehr gut gefallen. Es war schön, dass so viele Tiere mit einbezogen worden sind. Auch wenn es manchmal etwas schwierig war, auf so einem großen Platz die Übersicht zu behalten." Auch Jörg Appelt aus Leuthen hatte es gefallen: "Sie haben sich eine schöne Geschichte ausgedacht, schöne Kostüme angehabt und bestimmt auch lange dafür geübt. Schließlich sind es ja alles Laiendarsteller."

Am Ende hatten die Besucher ein kleines, aber feines Dressur- und Springturnier erlebt. Zufrieden mit dem Besuch war auch Tina Sammulat aus Cottbus, die eigentlich Westernreiterin auf dem Wurzelhof in Kolkwitz ist und beim Turnier die Kamenzer Reiterin Martina Winkelmann mit ihrem Pferd Cross Over betreute. Zu ihren Aufgaben gehörte es zum Beispiel, das Pferd zu satteln, es mit Wasser zu versorgen, der Reiterin das Jackett zu reichen und das Pferd zu halten, während ihre Reiterin den Parcours vor einer Springprüfung abläuft, und dieser stets mit seelischer und moralischer Unterstützung zur Seite zu stehen. "Es macht Spaß, bei solch einem Turnier dabei zu sein und neben den Betreuungsaufgaben als Westernreiterin auch mal ein englisches, also klassisches Reitturnier zu erleben", erzählte Tina Sammulat begeistert. "Und es ist schön, sehr fairen Reitsport zu erleben", fügte sie hinzu.

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