ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:43 Uhr

Trink- und Abwassernetz
Sandow wird ab April zur Baustelle

 Beim Berstverfahren wird das vorhandene Rohr mithilfe einer Bersthülse zerstört und im selben Arbeitsgang ein Neurohr eingezogen. Es wird in der Albert-Förster-Straße angewendet.
Beim Berstverfahren wird das vorhandene Rohr mithilfe einer Bersthülse zerstört und im selben Arbeitsgang ein Neurohr eingezogen. Es wird in der Albert-Förster-Straße angewendet. FOTO: Schöngen
Cottbus. LWG investiert in diesem Jahr rund acht Millionen Euro in die Sanierung ihrer Trink- und Abwasseranlagen.

Rund acht Millionen Euro will die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG in diesem Jahr in die Erneuerung bzw. Sanierung ihrer Trink- und Abwasseranlagen und –netze investieren. Zu den größten Maßnahmen gehört mit einem Volumen von rund 1,5 Millionen Euro das Bauvorhaben Sandow, das aus drei Einzelmaßnahmen besteht. Weitere 350 000 Euro fließen in die Spremberger Vorstadt.

Abschnitt 1 – Albert-Förster-Straße:

Anfang April beginnen die Bauarbeiten im Bereich Albert-Förster-Straße, kündigt die LWG an. Hier wird auf einer Länge von 330 Metern ein maroder Mischwasserkanal aus dem Jahr 1904 saniert und zugleich vergrößert. Um dafür nicht die Straße im Ganzen aufbrechen zu müssen, nutzt die LWG erneut ein grabenloses Bauverfahren, das sogenannte Berstverfahren. Dabei wird das in fünf Metern Tiefe liegende Altrohr im Erdreich zerstört und gleichzeitig das neue Rohr eingezogen. In dem konkreten Fall ist es sogar größer dimensioniert als das bisherige, da bereits die zukünftige Entwicklung des „Spreebogens“ in die Planungen eingeflossen ist.

Für das Berstverfahren müssen nur einige wenige Schächte gesetzt werden, machen die Fachleute deutlich. Da das in dieser Zeit anfallende Schmutz- und Regenwasser nicht über die zu erneuernde Rohrleitung entsorgt werden kann, wird für die Dauer der Arbeiten ein Überpumpbetrieb über eine oberirdisch verlegte Rohrleitung geschaffen.

Parallel zu den Arbeiten an der Abwasserentsorgung wird über 220 Meter ebenfalls eine neue Trinkwasserleitung neben der alten Leitung verlegt. Auch das erfolgt grabenlos, diesmal mittels Spülbohrverfahren. Die Versorgung mit Trinkwasser sei während der gesamten Bauzeit gewährleistet, so die LWG weiter. Nur beim Umbinden von der alten auf die neue Leitung werde diese kurzzeitig unterbrochen. Die Anwohner erhalten rechtzeitig Informationen.

Die Bauarbeiten in der Albert-Förster-Straße sollen planmäßig bis Ende September abgeschlossen sein, informiert das Versorgungsunternehmen.

Abschnitt 2 – Am Anger:

Ebenfalls Anfang April beginnen die Arbeiten in der Straße Am Anger. Hier wird auf einer Länge von 380 Metern ebenfalls der Mischwasserkanal saniert. Hier wird mit dem Schlauchlining-Verfahren gearbeitet, sodass die Straße im Wesentlichen befahrbar bleibt. Einschränkungen gibt es bei diesem Bauabschnitt, der Ende Juni beendet sein soll, vor allem bei den Parkmöglichkeiten.

Abschnitt 3 – Merzdorfer Weg:

 Auch im Merzdorfer Weg steht der Mischwasserkanal auf dem Sanierungsprogramm. Dieser soll ab Anfang April auf einer Länge von rund 310 Metern durch einen neuen Kanal ersetzt werden. Wie die LWG informiert, erfolgt dies parallel zum alten Kanal durch das sogenannte Pressbohrverfahren, wodurch der Straßenverkehr nur punktuell eingeschränkt werden muss. Ende August soll der neue Mischwasserkanal fertig sein, sodass der alte Kanal außer Betrieb genommen und schließlich verfüllt werden kann. Parallel werden die Hausanschlussleitungen erneuert.

Ottilienstraße:

In der Spremberger Vorstadt fällt ebenfalls Anfang April der Startschuss für weitere Arbeiten der LWG. In der Ottilienstraße, zwischen Garten- und Bautzener Straße, müssen auf einer Länge von rund 330 Metern sowohl der beschädigte Mischwasserkanal als auch Schächte und Hausanschlussleitungen saniert werden. Auch das passiert mittels Schlauchlining-Verfahren. Diese Baumaßnahme , deren Abschluss für Ende Mai geplant ist, hat ein Investitionsvolumen von rund 350 000 Euro.

(red/pos)