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| 17:08 Uhr

Baurarbeiten
LWG investiert 600 000 Euro

 Die Sanierung des Rohrleitungssystem an der Sielower Landstraße erfordert den Einsatz komplizierter Verfahren.
Die Sanierung des Rohrleitungssystem an der Sielower Landstraße erfordert den Einsatz komplizierter Verfahren. FOTO: LR / Hilscher Andrea
Cottbus. Die Sanierung des Mischwasserkanals in der Sielower Landstraße geht 2019 weiter. Von Andrea Hilscher

Seit Anfang Oktober laufen die Vorbereitungsarbeiten für die umfassende Sanierung von rund 840 Metern des Mischwasserkanals im Bereich Sielower Landstraße in Cottbus.

„Dieser Mischwasserkanal ist rund 80 Jahre alt und entsprechend sanierungsbedürftig“, erläutert Jonas Krause, Technischer Leiter der Lausitzer Wasser GmbH, die Notwendigkeit dieser technisch anspruchsvollen Maßnahme. „Dabei sind das Besondere an dieser Baustelle die Länge des zu sanierenden Kanals und sein Ei-Profil, wodurch das Einbringen des Schlauches schwieriger ist als bei runden Abwasserrohren.“

Zum Einsatz kommt das sogenannte „Schlauchlining-Verfahren“, bei dem in das alte Rohr ein glasfaserverstärkter Schlauch eingezogen und mittels UV-Licht ausgehärtet wird, sodass dann der Kanal wieder dicht ist. „Da das Einbringen des Schlauches von Abwasserschacht zu Abwasserschacht erfolgt, muss die Straße nicht aufgerissen werden“, betont Jonas Krause. Dadurch ist diese Sanierung schneller und kostengünstiger als bei einer offenen Bauweise. Auch die Verkehrsbeeinträchtigung seien deutlich geringer.

Witterungsbedingt ruhen gegenwärtig die Arbeiten. „Wir haben jedoch planmäßig die Sanierung der anliegenden Hausanschlüsse und alle notwendigen Vorbereitungen für die eigentliche Sanierung des Kanals abgeschlossen“, erläutert Jonas Krause.

Während der Sanierung wird das Abwasser mittels Überpumpbetrieb durch provisorische, überirdisch verlegte Leitungen an der Baustelle vorbei weitergeleitet. Bis zur Wiederaufnahme der Arbeiten im nächsten Jahr bleiben die Leitungen stehen.

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten werden im neuen Jahr beginnen und nach Schätzungen des Unternehmens rund zehn Wochen in Anspruch nehmen. „Der genaue Termin hängt allerdings von der Wetterlage ab, da das Verfahren nur bei stabilen Temperaturen deutlich über Null Grad eingesetzt werden kann“, sagt Jonas Krause.

Ziel sei es jedoch, die Baumaßnahme, in die die LWG rund 600 000 Euro investiert, bis Ende April abzuschließen.