Seit die Kinderreporter vor einem Jahr angefangen haben, mit der Lausitzer Rundschau durch die Region zu ziehen, stellte sich immer wieder eine Frage: „Wann können wir mal etwas mit Sport und Energie Cottbus machen?“ Im März schien es dann endlich so weit zu sein. Eigentlich sollten die Nachwuchsjournalisten den FCE dann bei einem Heimspiel in der Regionalliga besuchen – bis die Corona-Pandemie ganz gemein dazwischengrätschte wie früher sonst nur Jens Melzig.

In den aktuellen Sommerferien hat es nun aber endlich geklappt. Das Aushängeschild der Lausitz machte spontan einen Blick hinter seine Kulissen möglich, öffnete die Tore im Stadion der Freundschaft und bestellte mit U19-Nationalspieler Tobias Eisenhuth sogar das größte Talent zur Stadionbesichtigung, das der Club in diesen Tagen hat.

Kinderreporter interviewen Energie-Profi Tobias Eisenhuth

Nach einer kleinen Führung durch das „Wohnzimmer“ des Cottbuser Fußballs, das die Energie-Fans nun schon seit 125 Tagen nicht mehr betreten durften, ging es in den Presseraum in der Haupttribüne. Hier wartete der 18-jährige Energie-Profi Tobias Eisenhuth bereits, um diesmal Fragestellern gegenüber zu sitzen, die ausnahmsweise mal noch jünger sind als er selbst.
Den grünen Rasen durften die Kinderreporter zwar nicht betreten, weil dieser gepflegt wird für die neue Spielzeit. Dafür aber konnten die Rundschau-Lehrlinge im Interview so manchen Doppelpass mit dem Hoffnungsträger spielen. Wie enttäuschend war es, nicht aufzusteigen? Wie hat es sich angefühlt, sich nach dem Bayern-Spiel in der ARD-Mediathek selbst spielen zu sehen gegen die Weltstars? Wie fühlt es sich an, plötzlich eine Stadt bekannte Person zu sein? Und wie wirken sich Ernährung und Schlaf auf die Leistung aus?
Der Blick aus dem Spielertunnel: Die Kinderreporter durften Bereiche betreten, die sonst kaum ein Fan sieht.
Der Blick aus dem Spielertunnel: Die Kinderreporter durften Bereiche betreten, die sonst kaum ein Fan sieht.
© Foto: Julia Täuscher
Eisenhuth umdribbelte alle Fragen der Kids genauso stilsicher wie seine Gegenspieler in der vierten Liga. Einzig die Frage, welche attraktiven Angebote von interessierten Clubs für ihn reingeflattert kamen, ließ der Youngster offen. „Da bitte ich um Verständnis“, sagte Eisenhuth mit einem Lächeln.

Kinderreporter schlüpfen in die Rolle des Sportjournalisten

Nichtsdestotrotz war es ein Höhepunkt für die Kinderreporter und eine tolle Möglichkeit, auch mal in die Rolle des Sportjournalisten zu schlüpfen. Vor allem für Jakob und Julian, die noch live in den Insta Talk der Sportredaktion zugeschaltet wurden. Julian: „Als Sportjournalist ist man am Geschehen dran, hat immer aktuelle Informationen und kriegt immer die Spieler vors Mikro. Das ist ein spannender Job.“
Aber auch Tobias Eisenhuth hatte seinen Spaß an diesem abwechslungsreichen Medientermin mit den Kinderreportern, die die Welt aus einer anderen Sicht sehen. „Es war eine gute Runde, das Gespräch war sehr angenehm. Und auch für die Kinder hoffentlich mit vielen neuen Erfahrungen verbunden.“ Lange genug hatten sie auf einen Einsatz im Stadion der Freundschaft gewartet.
Da dürfen sonst nur Fußball-Profis hin. Die Kinderreporter Julian (l.) und Jakob am Ende des Spielertunnels im Cottbuser Stadion der Freundschaft.
Da dürfen sonst nur Fußball-Profis hin. Die Kinderreporter Julian (l.) und Jakob am Ende des Spielertunnels im Cottbuser Stadion der Freundschaft.
© Foto: Julia Täuscher