Zerfällt unsere Gesellschaft? Gefährden die Fliehkräfte unterschiedlicher Ansichten und Interessen den Zusammenhalt in Deutschland? Vielerorts eskaliert gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie der gesellschaftliche Streit. Und nicht immer wird er mit zivilisierten und fairen Mitteln ausgetragen.

Aktueller kann daher das Thema gar nicht sein, das in Cottbus bei einem öffentlichen Werte-Dialog diskutiert werden soll.
Dabei geht es heute ab 17 Uhr, um die grundlegende Frage: „Was hält unsere Gesellschaft noch zusammen?“ Wissenschaftler und Praktiker suchen gemeinsam nach Antworten auf die brennenden Fragen rund um das deutsche Werte-Selbstverständnis.
Schließlich stellen die Krisen unserer Zeit Deutschland vor besondere Herausforderungen. Veranstalter der Debatte in Cottbus, ist die Deutsche Gesellschaft gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium.
Hier können Sie den Livestream der Diskussion am Donnerstag ab 17 Uhr verfolgen:

Youtube Wertedialog in Cottbus - Was hält unsere Gesellschaft zusammen

Wertedialog in Cottbus: Das sind die Podiumsgäste

Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Historisches Institut der Universität Potsdam.
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Historisches Institut der Universität Potsdam.
© Foto: btu Cottbus
Professor Thomas Brechenmacher,
Historisches Institut der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Historiografie in Deutschland, der Geschichte des politischen Katholizismus und des Kirchenstaats sowie der Geschichte der Juden in Deutschland und Europa.
Claudine Nierth, Vorstandssprecherin Mehr Demokratie e.V.
Claudine Nierth, Vorstandssprecherin Mehr Demokratie e.V.
© Foto: Mehr Demokratie e.V.
Claudine Nierth,
Bundesvorstandsprecherin des Verein Mehr Demokratie. Sie engagiert sich für die Einführung und Verbesserung von Volksentscheiden und deren Regelungen. Sie hat sich die Einführung des bundesweiten Volksentscheids auf ihre Fahne geschrieben.
Prof. Johanna Wanka, langjährige Bildungs- und Wissenschaftspolitikerin der CDU.
Prof. Johanna Wanka, langjährige Bildungs- und Wissenschaftspolitikerin der CDU.
© Foto: Patrick Pleul/dpa
Professorin Johanna Wanka,
Bundesbildungsministerin a.D. Die studierte Mathematikerin hat sich als Bildungs- und Wissenschaftspolitikerin der CDU in der Bundesrepublik einen Namen gemacht. Für Aufmerksamkeit sorgte sie im Jahr 2015. Als sie auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise auf der Homepage des von ihr geführten Bundesbildungsministeriums dazu aufrief, der AfD die „Rote Karte“ zu zeigen. Das Bundesverfassungsgericht bewertete das Vorgehen im Jahr 2018 als verfassungswidrig.
Reinhard Drogla (SPD), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Cottbus.
Reinhard Drogla (SPD), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Cottbus.
© Foto: Frank Hammerschmidt
Reinhard Drogla,
Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Cottbus. Er ist Kommunalpolitiker der SPD in Cottbus und seit dem Jahr 2008 Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in der Lausitzmetropole. Im Hauptberuf ist er Gründer und Leiter des piccolo-Theaters, Liedermacher und Regisseur. Mit seiner Theatertruppe greift er immer wieder mutig streitbare gesellschaftliche Themen auf.
Moderation:
Angelika Jordan, Leiterin des rbb-Studios Cottbus.
Ursprünglich sollte die Debatte aus dem Medienhaus der Lausitzer Rundschau in Cottbus vor Publikum stattfinden. Das ist aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht möglich. Daher wird die Diskussion live auf lr-online.de/wertedialog übertragen.

Die Deutsche Gesellschaft


Die Deutsche Gesellschaft e. V. ist der erste nach dem Fall der Berliner Mauer gegründete gesamtdeutsche Verein. Bereits im Jahr 1983 hatten Persönlichkeiten aus Ost und West versucht, eine deutsch-deutsche Freundschaftsgesellschaft zu initiieren. Sie scheiterten jedoch am Widerstand der SED-Funktionäre. Für die Idee fanden sich in den Revolutionstagen des Jahres 1989 neue Verbündete. Am 13. Januar 1990 wurde die Deutsche Gesellschaft in der Berliner Nikolaikirche gegründet. Seither werben die Mitglieder für ein gegenseitiges Verständnis zwischen Ost und West sowie den Abbau von Vorurteilen. Gemeinsam wollen sie sich den aktuellen wie künftigen Herausforderungen in Deutschland und Europa stellen.

Zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft gehören: Egon Bahr, Bärbel Bohley, Willy Brandt, Lothar de Maizière und auch der Schauspieler Armin Mueller-Stahl sowie der Dramatiker Heiner Müller.