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| 19:11 Uhr

Ordnung und Sicherheit
Linke will die Cottbuser City-Wache zurück

Hier ist die Cottbuser Polizei 2012 gerade aus ihrem Domizil in der Mauerstraße aus- und zum Bonnaskenplatz umgezogen. Nun wünscht sich die Fraktion Die Linke die Cottbuser City-Wache zurück.
Hier ist die Cottbuser Polizei 2012 gerade aus ihrem Domizil in der Mauerstraße aus- und zum Bonnaskenplatz umgezogen. Nun wünscht sich die Fraktion Die Linke die Cottbuser City-Wache zurück. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Die Einrichtung soll das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt stärken.

Die Cottbuser Linke will die City-Wache zurück. In der nächsten ordentlichen Sitzung der Stadtverordneten soll das Parlament darüber entscheiden, ob die Stadtverwaltung eine Einrichtung einer solchen Wache in der Innenstadt prüfen soll.

Grund für die Idee der Fraktion sei die aktuell angespannte Sicherheitslage, erläutert Linke-Fraktionschef André Kaun. Die Wache soll künftig Anlaufpunkt für Cottbuser werden, um Anliegen den Sicherheits- und Ordnungsbehörden persönlich vorzutragen und zu klären. Mitarbeiter des Ordnungsamts sollen die Wache besetzen, ebenso Revierpolizisten. Da müsse aber erst noch geklärt werden, ob sich das Land das vorstellen könne, sagt Kaun – Gleiches gilt für die Finanzierung. Die soll dem Antrag der Linken zufolge paritätisch durch Land und Stadt erfolgen.

Wo die künftige Wache sein soll, ist noch unklar. Kaun schlägt zum Beispiel eine Ladenfläche in der Spremberger Straße vor. Im Juni dieses Jahres sollen erste Prüfungsergebnisse den Stadtverordneten vorgelegt werden. Dabei sollen sowohl die auf die Stadt fallenden Kosten und die Gespräche mit Polizei und Land informiert werden, heißt es im Antrag der Linken weiter.

Neu ist die Idee einer City-Wache keineswegs. In der Mauerstraße hat es bis 2007 eine solche gegeben, noch bis 2012 eine Beratungsstelle der Polizei. Geschlossen wurden beide vom Land, um Geld zu sparen. Mittlerweile ist die Anzahl von Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeitern in Cottbus allerdings wieder gestiegen. Grund sind vor allem anhaltende Auseinandersetzungen unter anderem zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der Innenstadt. Die Landesregierung hat im Januar reagiert und mehr Polizei in die Stadt geschickt. Seitdem gibt es zudem regelmäßige Streifengänge von Polizei und Ordungsamt.

Die etwa könnten an der City-Wache starten, sagt André Kaun. Zudem könne er sich vorstellen, dass in der künftigen Einrichtung auch die Stadt einige Serviceleistungen anbiete.

Ob die Idee weitergesponnen wird, entscheidet das Stadtparlament am Mittwoch.

(dsf)