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| 18:57 Uhr

Stadtparlament
Linke, Grüne und SPD wollen Regenbogenflagge am Stadthaus

Die Regenbogenflagge gilt als Zeichen der Toleranz.
Die Regenbogenflagge gilt als Zeichen der Toleranz. FOTO: dpa / Alvaro Barrientos
Cottbus. Die drei Fraktionen bringen den Antrag in die nächste Sitzung des Stadtparlaments. Im vergangenen Jahr hatte es um das Toleranz-Symbol heiße Diskussionen gegeben. Von Daniel Schauff

Gleich drei Fraktionen, die Linke, die SPD und die Grünen, bringen in die nächste Stadtverordnetenversammlung einen Antrag aufs Hissen der Regenbogenfahne am Stadthaus ein. Vom 18. bis 30. Juni soll das Toleranz-Symbol auf dem Erich-Kästner-Platz wehen. Im vergangenen Jahr hatte die Flagge für Ärger zwischen den Organisatoren des Cottbuser Christopher-Street-Days (CSD), der SPD und der Stadtverwaltung gesorgt.

Die Stadtverwaltung hatte das Hissen der Regenbogenflagge untersagt und auf die Flaggenverordnung des Landes verwiesen. Der zufolge sind Flaggen von Vereinen und Organisatoren vor einem öffentlichen Gebäude untersagt. Die Flaggenverordnung gilt für den Erich-Kästner-Platz seit 2016 und diene der Vorsorge, dass die Beflaggung des Platzes am Stadthaus steuerbar bleibe, hatte Stadtsprecher Jan Gloßmann erklärt.

Die Organisatoren des Cottbuser CSD zeigten sich damals irritiert über die Ablehnung aus der Verwaltung. Die Flagge, so ihre Argumentation, sei kein Zeichen einer Organisation oder eines Vereins, sondern ein Zeichen für Solidarität, Gleichberechtigung und ein friedliches respektvolles Miteinander mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans, Inter und queeren Menschen.

Nach Angaben der Organisatoren des CSD beteiligen sich bisher 119 Organisationen, Verwaltungen, Firmen, Betriebe, Jugendeinrichtungen Schulen, Vereine und andere Institutionen an der Aktion „Wir für Toleranz“, indem sie Regenbogenflaggen hissen, darunter Landesämter, der Landkreis Spree-Neiße und das Amt Döbern.