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| 20:34 Uhr

Nachts im Tierpark
Mit „Herzblut“ geht es nachts in den Tierpark

 "Herzblut" heißt die Installation von Jörn Hanitzsch, die beim Mara-Gehege zwischen den Bäumen hängt.
"Herzblut" heißt die Installation von Jörn Hanitzsch, die beim Mara-Gehege zwischen den Bäumen hängt. FOTO: LR / Liesa Hellmann
Cottbus. Der Cottbuser Tierpark erwacht wieder an zwei Abenden zum Leben. Künstler Jörn Hanitzsch zeigt am 7. und 8. Juni Skulpturen und Lichtinstallationen. Von Liesa Hellmann

Einfach für ein paar Minuten ruhig sein, den Geräuschen der Tiere lauschen, Licht und Form auf sich wirken lassen – so stellt sich Tierparkdirektor Jens Kämmerling den Tierparkbesuch am Freitag- und Samstagabend vor. Am 7. und 8. Juni startet zum fünften Mal die Veranstaltung „Nachts im Tierpark“, bei der das Areal bis Mitternacht geöffnet ist. Lichtkünstler Jörn Hanitzsch hat insgesamt 430 Skulpturen und Lichtinstallationen im ganzen Park angebracht.

Der Künstler möchte die Deutung seiner Installationen nicht vorgeben. „Es gibt viele Möglichkeiten der Interpretation“, sagt er etwa über sein Werk „Herzblut“. Mehrere rote Herzen mit einem grünen Tropfen in der Mitte hängen zwischen den Bäumen beim Mara-Gehege und spiegeln das Sonnenlicht. Drei „Lichtsituationen“ könne man hier erleben, sagt der Künstler: Tageslicht, ein Aufblitzen der Installation bei Sonnenuntergang und angestrahlt mit Schwarzlicht in der Dämmerung.

Etwa 5000 Besucher haben „Nachts im Tierpark“ im vergangenen Jahr besucht. Drei Kassen sowie eine Kasse für Tickets aus dem Vorverkauf sollen in diesem Jahr lange Schlangen verhindern, sagt Direktor Kämmerling. Die Parkeisenbahn soll die Parkplätze entlasten. Neben den Installationen von Jörn Hanitzsch wird zwischen 21.30 und 22 Uhr eine Performance der Kinder des Käthe-Kollwitz-Hauses zu sehen sein. Beim Streichelzoo zeichnet Maler Stephan Ilge Porträts. Krimi-Autorin Franziska Steinhauer liest im Kuhstall. Natürlich werden auch viele Tiere zu sehen sein, von denen einige in der Dämmerung aktiver sind als am Tage.

„Den Tieren fällt natürlich auf, dass zu ungewohnter Zeit mehr Menschen unterwegs sind“, sagt Kämmerling. An den Lichtinstallationen störten sie sich jedoch nicht, so der Tierparkdirektor.