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Letzter Anstrich vor dem Anpfiff

Cottbus.. Zwar stehen auf der Osttribüne noch Baugerüste, und das Werkzeug stapelt sich unter dem Dach – doch pünktlich zum Anstoß des Auftaktspiels des FC Energie Cottbus gegen Eintracht Trier in der 2.

Bundesliga im Stadion der Freundschaft sollen die Bauarbeiten am 12,59-Millionen-Euro-Projekt beendet sein. Wie Projektmanager Sven Schmedes gestern weiter mitteilte, wird bis zum Herbst dieses Jahres außerdem eine zweite Zufahrt für die Rettungsfahrzeuge entstehen, außerdem 129 neue Parkplätze südlich vom Stadtring. „Wir wollen das Stadion multifunktionell nutzen.“ Das bedeutet: Kulturelle Veranstaltungen finden ihren Platz in der neuen Kulisse, ebenso verschiedene Sportwettbewerbe wie Marathons und Staffelläufe.
Energie-Vereinssprecher Ronny Gersch erklärt dazu: „Wir sind sehr froh über die besseren Bedingungen, die das Stadion bieten wird. Die Verhältnisse auf den Stehplätzen waren schließlich nicht bundesligatauglich. Auch die bisherigen Toilettenzustände - für viele Fans auf Dauer unannehmbar. Allerdings bin ich etwas traurig, weil der Ausbau erst jetzt zum Abschluss kommt, da wir in der 2. Bundesliga spielen.“ Der Neubau der Osttribüne - befestigt auf 156 Rammpfählen - bietet Raum für 2758 Sitzplätze und 4405 Stehplätze. Ab Sonntag gibt es sechs Toilettenanlagen im Unterrang, acht im Oberrang. Auch mehrere Behindertentoiletten und 50 Behinderten-Sitzplätze zählen zum künftigen Service. 22 438 Zuschauer werden ab dem Auftaktspiel am Sonntag ins umgebaute Stadion der Freundschaft passen (die RUNDSCHAU berichtete).
Zur Einweihung am ersten Spieltag tritt das Dancefloor-Projekt „Captain Jack“ auf - und eine Gruppe eiserner Fans hat nach den Worten von Ronny Gersch „eine gewaltige Choreografie vorbereitet“ . Für die Zukunft äußert der Vereinssprecher noch einen Wunsch: „Zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 in Deutschland sind noch Trainingsstätten zu vergeben. Wäre doch schön, wenn Cottbus hier in die engere Auswahl käme.“ (rw)