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| 16:26 Uhr

Breitensport
Etwas Herzrasen schon vor dem ersten Startschuss

Angela Arlt und Rene Swat vom Spreewaldmarathon- Verein haben gestern in der Burger Amtsverwaltung letzte Modalitäten für den 16. Spreewaldmarathon geklärt.
Angela Arlt und Rene Swat vom Spreewaldmarathon- Verein haben gestern in der Burger Amtsverwaltung letzte Modalitäten für den 16. Spreewaldmarathon geklärt. FOTO: Marion Hirche
Burg. Vor dem Spreewaldmarathon wird bis zuletzt gewerkelt. Von Marion Hirche

Wenn am Freitag in Burg, Straupitz, Lübben und Lübbenau der 16. Spreewaldmarathon gestartet wird, dann hat Angela Arlt schon einen Riesenberg an Vorbereitungen für dieses große Sportereignis hinter sich. Sie ist Gründungsmitglied des Spreewaldmarathon Vereins, steht seit 16 Jahren an der Seite vom Vorsitzenden Joachim Weidner. Im Vorstand ist die 58-Jährige für die Finanzen verantwortlich. Auch die vielen Verträge, die für einen reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe auf den 33 Strecken notwendig sind, fallen in ihren Aufgabenbereich. Erst am Donnerstag gab es noch mal Herzflattern: „Die Marathonstrecke in Burg führt über eine Baustelle und deshalb müssen hier Ausnahmegenehmigungen sein und die mussten nun noch geklärt werden. Aber das Amt Burg  hat uns gut unterstützt und jetzt ist alles geklärt“, sagte die Fehrowerin. Die Sozialpädagogin, die im Cottbuser Jugendrechtshaus arbeitet, war einst selbst Leichtathletin. Beim Brandenburg- und Niederlausitzcup ist sie mitgelaufen, bei Reitturnieren war sie dabei: „Ich habe aber nie Leistungssport gemacht, immer nur Freizeitsport auf intensivem Niveau.“ In Fehrow hat sie eine Frauensportgruppe geleitet, schafft es jetzt aber nicht mehr, denn mit dem Wachsen des Spreewaldmarathons sind auch die Aufgaben immer mehr geworden.

An diesem Wochenende ist sie für  den Veranstaltungsort Lübbenau zuständig: „Hier habe ich die Gesamtleitung. Es gibt eine sehr gute Unterstützung von den Zuständigen im Rathaus. Am meisten freue ich mich auf den 5-Kilometer-Nacht-Lauf am Freitagabend.“ Sie hofft, dass hier im Herzen des Spreewalds an den beiden Tagen die Teilnehmerzahl von 2000 geknackt wird. Am Sonntag ist Angela Arlt dann in Burg in einem stillen Raum in der Schule anzutreffen. Hier sorgt sie für die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen und klärt sicher so manches andere Problem noch mit: „Ich bin das Mädchen für alles.“ Diesmal kommt bei dem Sonntagsjob noch eine Spezialaufgabe dazu:  Staatssekretär Thomas Kralinski hat sich angesagt. Die 58-Jährige  kümmert sich um das Wohl des Potsdamer Besuchs, der hier den Ehrenamtler des Monats auszeichnen wird.

Bei so einem anstrengenden Wochenende kommt der zweifachen Mutter und sechsfachen Oma die Kondition zugute, die sie sich beim Fitnesstraining in der Spreewaldtherme und beim Walken in der Woche holt. Sie freut sich, dass am Sonntag wieder zusätzlich zu den schon rund 500 Helfern ab 14 Uhr noch eine Truppe aus Cottbus dazu kommt, die beim Abbauen  hilft. „Beim Schleppen jeder Kiste und jedes Zauns werden die Arme von Freitag bis Sonntag immer länger, da freut man sich auf solche frischen Kräfte, schließlich wollen wir bis 20 Uhr alles fertig haben“, berichtete sie.

Die Zeitvorgabe hat ihren Grund: Ab 20 Uhr treffen sich nämlich die 15 Mitglieder und wichtige Unterstützer zum traditionellen Abschluss-Abendessen im „Hafeneck“ in Burg. Dieses Ritual gehört zum Vereinsprogramm genauso dazu wie eine Weihnachtsfeier. Sicher werden bei dem Essen schon wieder erste Ideen für den 17. Spreewaldmarathon 2019 besprochen. Davor kommt aber noch der Burger Frostwiesenlauf, der auch in der Regie des Vereins organisiert und durchgeführt wird.