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| 20:55 Uhr

Der Lausitzer ist, was er isst
Flüssiges Gold, das gesund macht

Mandy Marschka, Stephanie Bengsch und Dirk Knöfel vom Burger Thermen-Team  (v.l.) setzen auf Leinöl.
Mandy Marschka, Stephanie Bengsch und Dirk Knöfel vom Burger Thermen-Team (v.l.) setzen auf Leinöl. FOTO: LR / Elsner
Burg. Leinöl ist wichtig im Burger Gesundheitstourismus. Spreewald-Therme setzt auf innerliche und äußerliche Anwendung. Von Ulrike Elsner

Leinöl hat über Jahrhunderte einen festen Platz auf dem Speisezettel der ländlichen Bevölkerung im Spreewald. Doch Leinöl ist viel mehr als ein Nahrungsmittel. Noch heute  gilt es als das flüssige Gold des Spreewalds – mit erstaunlichen positiven Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Und das bei innerlicher wie auch äußerlicher Anwendung.

Leinöl macht schön und fit. Es hält die Arterien elastisch, wirkt bei rissigen Händen, trockenem Hautausschlag und Krampfadern. Deshalb spielt Leinöl eine wichtige Rolle im Gesundheitstourismus, der für den Kurort Burg immer wichtiger wird. Unter dem Slogan „Burg im Spreewald . . . natürlich abschalten“ können Gäste schnell einen maximalen Erholungseffekt erreichen und Impulse erhalten, wie sie dem Stress künftig auch im Alltagsleben ein Schnippchen schlagen. Das Konzept basiert auf Bewegung, Entspannung und bewusster Ernährung.

Leinöl spielt dabei eine wichtige Rolle. „Wir bieten ein Info-Heft an und arbeiten mit der Holländermühle in Straupitz zusammen“, berichtet Tourismuschefin Nicole Schlenger. Dort können sich Urlauber anschauen, wie Leinöl hergestellt wird, erhalten Informationen zu seiner gesundheitlichen Wirkung sowie Rezepte.

Auch Spreewaldkoch Peter Franke setzt in seiner Kräutermanufaktur am Schlossberg auf das flüssige Gold. „Beim Handwerker- und Bauernmarkt bieten Leinöl-Hersteller ihre Produkte an“, sagt Nicole Schlenger. Auch bei der Gesundheitswoche im November und beim Gesundheitstag im September können Besucher Wissenswertes über das Gesundheitselixier erfahren. Und das Genuss-Festival am 18. und 19. August im Burger Kur- und Sagenpark trägt „Quark & Leinöl“ schon im Namen.

Selbst die Spreewald-Therme setzt mit ihren Wellnessanwendungen auf den regionalen Schatz. Besonders beliebt sei die Spreewaldmassage, berichtet Stephanie Bengsch, Abteilungsleiterin Wellness, Beratung und Verkauf.  Natürlich mit einem speziellen Pflegeöl aus der Spreewald-Thermen-Kosmetik-Serie auf  Leinöl-Basis. Weitere wesentliche Inhaltsstoffe der speziell entwickelten Serie sind Beinwell, Mädesüß sowie die Spreewaldalge Scenedesmus quadricauda. Diese Süßwasseralge, die nur in besonders sauberen Gewässern zu finden ist, haben Wissenschaftler in der Fließlandschaft entdeckt, entnommen, isoliert und analysiert. Mit 13 Vitaminen und 14 wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen ist sie ein wahres Schönheitselixier. Genauso wie Leinöl. „Leinöl spendet der Haut Feuchtigkeit, schützt sie vor Wind und Wetter, hilft bei Neurodermitis, hat einen pflegenden, desinfizierenden und Anti-Aging-Effekt“, erläutert Stephanie Bengsch.

„Unsere Gäste sind sehr gesundheitsbewusst“, sagt Mandy Marschka, Leiterin der Marketingabteilung. Dieser Trend habe sich in den letzten Jahren noch verstärkt. „Sie wollen im Urlaub und in der Freizeit etwas für sich tun.“ Und Schönheit,   Gesundheit und Ernährung hängen bekanntlich eng zusammen. „Schönheit fängt von innen an“, da ist sich auch Küchenchef Dirk Knöfel sicher. Welche Rolle dabei das Leinöl spielt? Es unterstützt die Stabilität der Zellmembran, verfügt über einen hohen Lecitinanteil, Vitamin E und mehr ungesättigte Fettsäuren als Olivenöl.

Auch deshalb liegt der Leinöl-Verbrauch in Knöfels Küche bei 20 Litern pro Monat. Nicht  nur im Klassiker Pellkartoffeln mit Quark findet das gesunde Lebensmittel Verwendung. Auf der Speisekarte stehen auch überraschende Variationen wie ein Leinöl-Orangen-Parfait.