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| 01:03 Uhr

Leichtathletikherz schlägt nicht mehr

Lothar Rädisch , ehemaliger Cheftrainer des SCC, ist im Alter von 77 Jahren in Cottbus verstorben. hjs

Die Lausitz und darüber hinaus verlieren einen Fachmann, der jahrzehntelang für die Leichtathletik lebte und dem Sport vor allem in der Cottbuser Region immer wieder neue Impulse gab. „Sie stehen im Rampenlicht und machen Schlagzeilen: Rosemarie Ackermann, Gunhild Hoff meister, Siegfried Pachale . . . Ja, die Leichtathletikgarde des SCC mausert sich. Allein siebenmal tauchen Namen Cottbuser Athleten in der Jahresweltbestliste auf. . .“ , schriebich im Dezember 1974 in einer regionalen Tageszeitung.
Mit der Gründung des SCC im Mai 1963 kam Lothar Rädisch, der vorher die Badmintonelite der DDR in Tröbitz trainierte (Rita Gerschner), nach Cottbus. Er wurde hier Sprungtrainer (unter anderem Werner Pfeil) und bekam bereits zwei Jahre später die Aufgabe als Cheftrainer übertragen. Der einst selbst in der Leichtathletik und im Skilaufen aktive Wettkämpfer hatte mit seinem Trainerstab die entscheidenden Verdienste, das der SCC zu den führenden Leichtathletikklubs der DDR zählte. Krönung seines Wirkens bildete für den Fachmann die Anerkennung als „Verdienter Meister des Sports“ . Dieser „Lorbeerkranz“ war für ihn nie ein Ruhekissen. Lothar Rädisch sprühte immer vor Ehrgeiz, war obenauf, rede- und pressefreudig und behielt die Sicht für Realitäten. So behalten wir den Optimisten in bester Erinnerung. (hs)