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Leichhardt-Gymnasium soll weiter bestehen

Cottbus.. Das Ludwig-Leichhardt-Gymnasium, wo seit 15 Jahren körperbehinderte Schüler das Abitur ablegen können, soll nun doch nicht schließen. Mit dieser Entscheidung hat der Bildungsausschuss seinen eigenen Beschluss zur Schließung der Schule aufgehoben.

Hintergrund ist die Rücknahme der Zusage des Elite-Gymnasiums „Max Steenbeck“ , künftig im behindertengerecht umgebauten Schulgebäude an der Hallenser Straße behinderte Schüler zu integrieren.
Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, bis zu seiner nächsten Beratung eine Vorlage zu erarbeiten, die neben der Weiterführung des Leichhardt-Gymnasiums die Schließung des Humboldt-Gymnasiums beinhaltet. Zurückgenommen werden soll auch die Entscheidung, das Steenbeck-Gymnasium vierzügig zu führen.
Ausdrücklich vermerkt werden soll die Verpflichtung, das Deutsch-Polnische Projekt des Humboldt-Gymnasiums weiterzuführen. Außerdem beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, „eine Variante zur Verbesserung der Gebäudesituation des Max-Steenbeck-Gymnasiums vorzulegen“ .
Ingrid Fritz, Leiterin des Humboldt-Gymnasiums, hatte zuvor in der Debatte vor einer „Überfrachtung der Profile gewarnt“ , die dem Leichhardt-Gymnasium drohe, das intensive Kontakte zu Japan, Belorussland und Kanada unterhält.
Die drohende Rückzahlung von Fördermitteln bei einer Schließung des Humboldt-Gymnasiums lässt Bildungsdezernent Berndt Weiße als Argument gegen die Schulschließung nicht gelten. „Wenn der Stadtumbau in Schmellwitz beginnt, ist ein Gymnasium dort nicht zu halten“ , sagte er. (ue)