So herrlich normal ist es am Angelteich in Glinzig. Die Angler sitzen naturgemäß in gebührendem Abstand voneinander am Wasser, wenn sie die Ruten auswerfen. Und Fisch gehört auf den Tisch vieler Lausitzer.

Auch bei Sarina und Helmut Haynert aus Kolkwitz, die oft am Teich einkaufen. „Hier ist der Fisch immer frisch. Und wir schätzen die freundliche Bedienung“, lobt die Kolkwitzerin beim jüngsten Forellenkauf, während Jürgen Mönch den Fisch aushändigt. Er und Wigbert Paulick unterstützen am Glinziger Teich die Mitarbeiter des Teichgutes Peitz Thomas Harmuth und Lars Krüger. Das Unternehmen hat das Gewässer gepachtet und bewirtschaftet es.

Zu den Freunden von frischem Fisch zählt auch René Behla aus Cottbus. Er holt Karpfen. „Wir essen alle gern Fisch, und deshalb habe ich für die Familie eingekauft. Ich werde den Karpfen auch selbst kochen, die Kinder freuen sich schon. Ich bin froh, dass es den Verkauf hier in Glinzig gibt. Das ist ein Stück Normalität in dieser Zeit“, sagt er.

Schenkendöbern/Peitz

Am Glinziger Teich darf auch geangelt werden. Das Gewässer ist 36 Hektar groß. „Da ist viel Fläche, um sich aus dem Weg zu gehen“, erklärt Thomas Harmuth. In der Coronakrise mit strengen Abstandsregeln gibt es trotzdem die Belehrung mit auf den Weg: Nicht mehr als zwei Personen dürfen an eine Angelstelle, nicht mehr als zwei Angler in einen Kahn.

Die Frühlingssonne lockt die Menschen in die Natur. „Die Vögel, die blühenden Sträucher und Bäume machen gute Laune. Wir sind den ganzen Tag hier. Eine zeitweise Flucht vor den Aufträgen der Frauen daheim ist das auch“, erklärt ein Angler lachend. Dann zappelt es an seiner Angelrute.