Dabei können die Frauen bislang die besseren Ergebnisse vorweisen - auch wenn es bislang zweimal Blech ist. Dagegen haben sich die Männer Großes vorgenommen: Beim Löschangriff nass wollen den Titel holen. Der Wettkampf wird am Samstag ausgetragen.

Reik Lehmann trainiert die Frauen-Nationalmannschaft und könnte nicht zufriedener sein, wie er betont. Sein Team hat bei der Eröffnung der Wettkämpfe am Mittwoch im Hakenleitersteigen den vierten Platz in der Mannschaftswertung geholt. Donnerstagnachmittag legte die Truppe mit einem vierten Platz in der 100-Meter-Hindernisbahn nach. "Gegen die Profis aus Osteuropa ist das eine Superleistung. Ich bin sehr zufrieden", lobt der Trainer. Für ihn sind die vierten Plätze kein Blech, sondern die goldene Mitte gegen die Übermacht aus Russland, Weißrussland und Tschechien. Dabei beeindrucken die Lausitzer Sportlerinnen mit Bestleistungen: Eileen Hildebrandt aus Cottbus war in 8,74 Sekunden den Hakenleiterturm oben. Anja Aldermann aus Forst beschenkte sich auf den 100 Metern mit 18,57 Sekunden mit einer neuen Bestleistung.

Auch Trainer Benny Bastisch ist mit dem siebenten Platz im Hakenleitersteigen seiner Männer zufrieden. "Sie waren so gut wie noch nie", betont er. Demnach verbesserte die Mannschaft ihr Ergebnis bei den Deutschen Meisterschaften um 1,2 Sekunden. In der Disziplin hatten sie in Rostock vor zwei Wochen souverän den Titel geholt.

Auch für den siebenten Platz auf der 100-Meter-Hindernisbahn, den die Mannschaft am Donnerstagabend belegte, findet der Trainer nur Lob. "Alle haben 17er-Zeiten vorgelegt. Das ist absolut top", sagt Bastisch. "Wenn das so weitergeht, knacken wir Freitag den Deutschen Rekord in der Vier-Mal-100-Meter-Stafette." Dabei ist der Rekord gerade einmal zwei Wochen alt. Den stellte das Team Lausitz I in Rostock auf. Die zehnköpfige Nationalmannschaft besteht aus neun Sportlern von eben jenem Team.

Bei der deutschen Meisterschaft blieb den Männern der Titel im Löschangriff nass wegen einer Unsportlichkeit noch verwehrt. Doch bei der WM wollen sie es wissen. "Wir sind reif für den Titel", sagt Trainer Bastisch. "Wir haben hart dafür trainiert. Von einem lauten Pfiff, wie bei der Deutschen Meisterschaft, lassen wir uns nicht noch einmal stoppen."